In Belgien plant ein Bischof nun das, was katholische Priester seit Jahrhunderten im Geheimen schon immer wollten: Ehefrauen, Kinder und das ganze Familienprogramm. Johan Bonny will bis 2028 verheiratete Männer zu Priestern weihen - also quasi eine Art "Priester mit Kind und Kegel"-Aktion starten. Man fragt sich nur: Was passiert da im Pfarrhaus? Spielt der Küster dann Babysitter, wenn der Pfarrer beim Fußballtraining der Ministranten steht?
Bonny argumentiert mit Priestermangel und den Ostkirchen, die schon seit Ewigkeiten verheiratete Priester kennen. Klar, da denkt man sich: Warum eigentlich nicht? Wenn schon die orthodoxen Priester mit Frau und Kindern durch die Gegend rennen können, warum nicht auch die katholischen? Vielleicht ist das ja der Durchbruch, auf den wir alle gewartet haben. Kein Zölibat mehr, sondern Zefixat. Klingt doch vielversprechender.
Die internationale Aufmerksamkeit ist Bonny sicher. Endlich mal wieder ein Bischof, der was bewegt. Statt nur über Reformen zu reden, macht er sie einfach. Vielleicht denkt er sich ja auch: "Wenn schon der Papst seine Weltsynode anstoßen kann, dann kann ich auch mal was reißen." Und was reißt er da? Eheliche Priester. Da kann der Vatikan nur staunen.
Man darf gespannt sein, wie das alles weitergeht. Vielleicht bekommen wir ja bald katholische Priester, die samstags zum Fußballtraining fahren und sonntags die Messe halten. Mit Ehefrau im Schlepptau, die hinten in der Bank sitzt und das Kleinkind bespaßt. Oder der Pfarrer bringt sein eigenes Kind als Ministranten mit. Da wird der Gottesdienst bestimmt gleich viel lebendiger. Und wenn mal ein Priester keine Zeit hat, springt einfach die Ehefrau ein. Die hat ja schließlich auch Theologie studiert.