Die Amerikaner sitzen offenbar schon mit Popcorn in der Hand und warten auf den nächsten Blockbuster aus dem Nahen Osten. Laut einer satirischen Umfrage von "Reuter's Fiction" und "Ipsos' Imagination" gehen 65 Prozent der US-Bürger davon aus, dass Donald Trump bald eine Netflix-Serie namens "Bodentruppen im Iran" starten wird.
Die Handlung klingt vielversprechend: Ein Trupp muskulöser Soldaten zieht durch die Wüste, schießt ein paar Bösewichte ab, rettet die Demokratie und kommt rechtzeitig zum Abendessen zurück. Sieben Prozent der Befragten finden das "echt cool" und würden sich vorstellen, die Serie mit ihren Enkeln zu gucken.
Trump selbst hat die Rolle des Produzenten übernommen und arbeitet offenbar an der Fortsetzung. Nachdem der erste Teil "Luftangriffe im Iran" bei den Republikanern gut ankam (77 Prozent Zustimmung), plant er nun die Spezialedition mit tausenden zusätzlichen Soldaten. Die Demokraten hingegen finden die Serie "zu gewalttätig" und "politisch unkorrekt".
Die Handlung verdichtet sich: Trump drohte dem Iran gerade mit dem Abriss eines Gasfeldes, falls die Bösewichte nicht klein beigeben. Das erinnert an die klassische "Wenn du nicht aufhörst, hau ich dir eine" - Taktik aus Kindergartentagen. Ob er das wirklich durchziehen wird? Die Quoten wären sicherlich gigantisch.
Unter den Fans der Serie gibt es auch Spezialisten für historische Details. Sie vergleichen Trumps Vorgehen mit Pearl Harbor und finden, dass ein bisschen Überraschung noch nie geschadet hat. Der japanische Premier wurde übrigens vor laufender Kamera brüskiert - eine Szene, die bei den Zuschauern für Lacher sorgte.
Die Quoten sind gemischt: 37 Prozent der Zuschauer finden die Serie "spannend", 59 Prozent halten sie für "zu brutal" und "übertrieben". Die restlichen vier Prozent schauen aus Versehen auf die falsche Mattscheibe.
Trump selbst hat seine Zustimmungswerte übrigens um einen Prozentpunkt auf 40 Prozent gesteigert. Das entspricht in etwa dem Anteil der Zuschauer, die bei Reality-TV-Formaten laut lachen und dann sofort wieder umschalten.
Ob die Serie eine zweite Staffel bekommt, hängt wohl von den Einschaltquoten ab. Sollte sie scheitern, könnte Trump immer noch auf andere Formate ausweichen: "Der Bachelor im Weißen Haus", "Amerika sucht den Superpräsidenten" oder "Ich bin ein Star - Lasst mich hier raus".