Schon wieder ist es passiert: Die Dalfazer Wasserfallwanderung muss kurzfristig gesperrt werden, weil die Leberblümchen wieder überhandgenommen haben. Man könnte fast meinen, die kleinen blauen Blüten hätten eine Whatsapp-Gruppe gegründet und rufen sich gegenseitig zu: "Hey, lass uns mal wieder alle beim Wasserfall treffen!"
Die lokale Blümchenpolizei, die sich erst letzte Woche nach dem jährlichen Leberblümchen-Ansturm formiert hat, spricht von einer kritischen Situation. "Wir haben die Zahlen überprüft", erklärt der Leiter der Einheit, "und mittlerweile überwiegen die Leberblümchen deutlich. Auf hundert Wanderer kommen jetzt statistisch gesehen etwa 147,3 Leberblümchen. Das ist nicht mehr akzeptabel."
Besonders problematisch sei die Kombination aus Familien mit Kindern und den hartnäckigen Pflänzchen. "Die Kinder treten immer wieder versehentlich auf die Leberblümchen, die wiederum wehren sich durch übermäßiges Blühen", so der Experte. "Es ist eine regelrechte botanische Kriegssituation entstanden."
Die Behörden überlegen nun, einen Pfadfinder-Ausbildungscamp für Leberblümchen einzurichten, um die Population besser kontrollieren zu können. "Wir brauchen geschultes Personal, das uns sagt, wo die nächste Blütenoffensive stattfinden wird", so der Sprecher. "Bisher haben wir nur eine einzige Anzeige wegen illegalen Überblühens erhalten, aber die Ermittlungen laufen noch."
Touristen, die trotzdem zum Wasserfall wollen, müssen sich auf eine neue Sicherheitskontrolle einstellen: "Wir kontrollieren jeden auf verbotene Pflanzenschutzmittel und geben Tipps zur richtigen Blumenbestaunung", erklärt die zuständige Rangerin. "Wer gegen die Leberblümchen-Pause verstößt, muss eine Blüten-Strafgebühr zahlen."
Erste Proteste von Naturliebhabern sind bereits eingetroffen: "Die Leberblümchen gehören zum Achensee wie die Berge zum Tiroler Alpenverein", sagt ein Aktivist und fügt hinzu: "Wir fordern eine Rückkehr zum natürlichen Gleichgewicht – auch wenn das bedeutet, dass wir jetzt im April noch mehr Leberblümchen sehen werden als Menschen."
Die Wanderung zum Dalfazer Wasserfall bleibt bis auf Weiteres gesperrt, aber die Behörden versprechen: "Sobald die Leberblümchen eine Friedensvereinbarung unterschrieben haben, können wir wieder normal wandern gehen." In der Zwischenzeit werden alternative Routen angeboten, die extra für Menschen ohne Leberblümchen-Interesse ausgeschildert sind.