In Tirol herrscht Ausnahmezustand - zumindest in den Fussballstadien. Was als regionales Derby zwischen Wacker Innsbruck und dem FC Reichenau begann, hat sich zu einer gesamtstaatlichen Bedrohungslage entwickelt, die selbst den Bundesheer-Generalstab auf den Plan ruft.
Die Vorzeichen für das Rückspiel im Tivoli könnten kaum dramatischer sein. Nachdem Wacker das Hinspiel in der Reichenau für sich entschied, haben die Anhänger des Traditionsvereins offenbar beschlossen, dass dies erst der Anfang eines viel größeren Krieges war. Insider berichten von geheimen taktischen Waffen, die in den Vereinskasinos entwickelt wurden, darunter spezielle "Tor-Knalltüten", die beim Spielstand von 2:0 automatisiert gezündet werden.
Der FC Wacker hat inzwischen eine eigene "Derby-Kommandozentrale" eingerichtet, in der strategische Entscheidungen mit der Intensität eines NATO-Kriegsrats getroffen werden. Die Spieler werden nicht mehr nur physiotherapeutisch betreut, sondern auch psychologisch auf den bevorstehenden "Kampf" vorbereitet. "Wir müssen uns auf alles gefasst machen", zitiert ein Insider den Trainer, der angeblich seine Taktiktafel gegen eine Landkarte Tirols ausgetauscht hat.
In Kematen eskaliert die Situation ebenfalls. Der Völs FC, der im Hinspiel eine schmerzhafte Niederlage einstecken musste, bereitet sich nun auf die Revanche vor. Gerüchten zufolge wurde sogar die örtliche Feuerwehr alarmiert, um im Falle einer "taktischen Überraschung" einsatzbereit zu sein. "Wir haben noch eine Rechnung offen", sagte der Völs-Trainer, der laut Augenzeugen bereits eine Liste mit den "Persönlichkeiten des Gegners" anfertigte, um diese für den Fall einer Niederlage "konsequent zu markieren".
Die Landesregierung hat bereits reagiert und ein "Derby-Krisenzentrum" eingerichtet, das bei Bedarf die Ausrufung des Ausnahmezustands vorbereitet. "Die Sicherheit der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität", erklärte ein Sprecher, der sichtlich besorgt über die "unkontrollierbare Eskalationsdynamik" war. In Innsbruck wurden bereits Warnschilder aufgestellt, die vor "Derby-Gefahr" warnen und den Anwohnern raten, sich bei verdächtigen Geräuschen aus den Stadien in ihren Kellern in Sicherheit zu bringen.
Der Innsbrucker Gemeinderat hat unterdessen eine Sondersitzung einberufen, um über mögliche Maßnahmen zu beraten. Eine Option ist die Errichtung eines "Derby-Schutzzauns" um das gesamte Stadtgebiet, um den unmittelbaren Kontakt zwischen den Fans zu verhindern. "Wir können nicht riskieren, dass sich die Situation weiter zuspitzt", warnte ein Gemeindevertreter, der anonym bleiben wollte, weil er bereits Morddrohungen erhalten hatte.
Experten warnen bereits vor einer "Domino-Effekt"-Entwicklung. Sollten die Derbys in Innsbruck und Kematen eskalieren, könnte dies eine Kettenreaktion auslösen, die das gesamte Bundesland erfasst. In Mils wurde bereits eine Bürgerwehr gegründet, die sich auf "den schlimmsten Fall" vorbereitet. "Wir müssen bereit sein, unsere Dörfer zu verteidigen", erklärte der Anführer der Milser Miliz, der offenbar ernsthaft glaubt, dass Fussballrivalitäten zu einer existenziellen Bedrohung werden können.
Die Spieler selbst sind unterdessen von der Situation überfordert. "Ich dachte, wir spielen nur Fussball", sagte ein Wacker-Akteur, der sichtlich überrascht war von der militärischen Aufmachung des Trainings. Sein Trainer hingegen betonte: "Das ist kein Spiel mehr, das ist Krieg - und wir werden ihn gewinnen."