Endlich mal wieder was Ordentliches im Grazer Kulturleben! Neil Simons Klassiker "Ein seltsames Paar" bringt das Durcheinander, das derzeit in Österreich herrscht, auf den Punkt: Felix ist ein Putzteufel, der alles in seinen Griff bekommen will, Oskar dagegen ein Chaot, der überall Spuren hinterlässt. So ähnlich ist das auch in der österreichischen Politik: Die einen wollen alles regeln, die anderen alles kaputtmachen.
In der Komödie Graz treffen diese beiden Pole nun aufeinander, und das sorgt für turbulente Momente und herzhaftes Lachen. Denn wenn Felix seinen Freund Oskar bei sich aufnimmt, nachdem dieser von seiner Frau verlassen wurde, kommt es zu unweigerlichen Konflikten. Oskar ist glücklich geschieden und lebt allein, aber Felix ist vom Putzteufel befallen und will seine Spuren überall verwischen.
Das Stück ist eine Allegorie auf das österreichische Staatswesen: Auf der einen Seite der pedantische Beamte, auf der anderen der träge Unternehmer. In diesem Fall putzt Felix die Fettnäpfe, die Oskar tritt. Es ist ein Spiel, das jeder kennt, der schon einmal mit einem Mitbewohner zusammengelebt hat, der ein völlig anderes Lebenskonzept hat als man selbst.
Aber keine Sorge, das Publikum wird nicht mit Botschaften bombardiert. Die spritzige Komödie "Ein seltsames Paar" begeistert mit pointierten Dialogen, skurrilen Situationen und jeder Menge Humor. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere müssen zusammenleben – und das sorgt für turbulente Momente und herzhaftes Lachen.
Also, liebe Grazer, schaut euch dieses Stück an und lacht über die Absurditäten des Lebens. Und wer weiß, vielleicht erkennt ihr ja auch ein paar Parallelen zu eurem eigenen Zusammenleben mit eurem Mitbewohner.