Manchmal muss man die richtigen Fragen stellen, um die richtigen Antworten zu bekommen. In diesem Fall lautet die Frage: Warum muss ein Regionaljet überhaupt auf einem Flughafen landen, wo doch jeder weiß, dass dort auch Bodenfahrzeuge unterwegs sind? Die US-Luftfahrtbehörde stellte sich diese Frage jedenfalls nicht, sondern verhängte einfach ein Start- und Landeverbot für den Flughafen. Eine pragmatische Lösung, die so simpel ist wie genial.
Nun stehen die Verantwortlichen vor einer neuen Herausforderung: Wie können sie sicherstellen, dass künftige Landungen unfallfrei verlaufen? Die Lösung liegt auf der Hand: Sie müssen Bodenfahrzeuge auf Flughäfen verbieten. Doch damit nicht genug. Auch andere potenzielle Gefahrenquellen müssen eliminiert werden. Zum Beispiel könnten sie Vogelscheuchen aufstellen, um zu verhindern, dass Vögel mit Flugzeugen kollidieren. Oder sie könnten alle Flughäfen unter Wasser setzen, damit Flugzeuge nur noch auf dem Wasser landen dürfen.
Die US-Luftfahrtbehörde hat sich für eine radikalere Lösung entschieden: Sie will den Flugverkehr komplett einstellen. Damit wäre nicht nur das Risiko von Flugzeugabstürzen gebannt, sondern auch das Problem des Klimawandels gelöst. Schließlich tragen Flugzeuge maßgeblich zur Erderwärmung bei. So wird aus einer einfachen Kollision zwischen Regionaljet und Bodenfahrzeug eine epochale Wende in der Geschichte der Luftfahrt.
In Österreich wird man diese Entscheidung sicherlich mit Wohlwollen aufnehmen. Schließlich haben wir hier schon seit Jahrzehnten einen ausgezeichneten Zugverkehr, der uns alle Sorgen um Flugzeugabstürze erspart. Wer braucht schon einen Flughafen, wenn er mit der Bahn bequem von Wien nach Salzburg fahren kann? Und wenn mal jemand nach New York muss, kann er ja immer noch schwimmen. Hauptsache, er kommt heil an.