Der Iran-Krieg hat nicht nur geopolitische Dimensionen, sondern auch kulinarische. Die Lebensmittelpreise steigen, und Experten prophezeien uns eine Zukunft, in der sich der Durchschnittsösterreicher nur noch einmal pro Woche ein Ei leisten kann. Einige Spitzenpolitiker fordern bereits, den Tag der Armutszeugung offiziell als Feiertag einzuführen.
Der Agrarmarkt gerät ins Wanken. Bauern drohen mit einem kollektiven Streik, falls die Preise für Dünger und Diesel nicht sinken. Ihre Forderung: eine spezielle Diesel-Sorte nur für Traktoren, die sich durch ihr grüneres Leuchten und den Geruch von frischem Heu auszeichnet. In der Zwischenzeit wird diskutiert, ob Hühner künftig einen Preisausweis tragen müssen, ähnlich wie Luxusuhren.
Die Regierung hat reagiert und ein Notfall-Kabinett einberufen. Die Minister sitzen nun rund um die Uhr in einer speziell eingerichteten Zentrale, in der es nur noch Instant-Kaffee und trockene Semmeln gibt. Ziel ist es, einen nationalen Notfallplan für die Lebensmittelversorgung zu entwickeln. Erste Ideen: Die Umwandlung von Bundesgärten in Kartoffelfelder und die Einführung einer verpflichtenden Brotback-AG in allen Schulen.
Experten warnen vor einer neuen sozialen Spaltung: Wer sich weiterhin Bio-Eier und Alpenmilch leisten kann, gehört bald zur neuen Oberschicht. Die Unterschicht wird sich mit Legebatterieprodukten und H-Milch begnügen müssen. Um diese Kluft zu überbrücken, plant das Sozialministerium die Einführung eines "Grundnahrungsmittel-Garantie-Gesetzes", das jedem Bürger mindestens eine Scheibe Brot pro Tag zusichert.
Die Tourismusbranche reagiert mit kreativen Konzepten auf die Krise. Hotels bieten nun Pauschalreisen an, bei denen die Gäste selbst für ihre Verpflegung sorgen müssen. Die neue Attraktion: Eine Woche auf dem Bauernhof mit anschließendem gemeinsamen Backen des eigenen Brotes. Der Clou: Wer es schafft, eine ganze Woche lang satt zu werden, bekommt 10 Prozent Rabatt auf den nächsten Aufenthalt.
In der Wissenschaft wird fieberhaft an Alternativen geforscht. Erste Erfolge gibt es bei der Entwicklung von Brotersatzprodukten aus alten Zeitungspapier und Gras. Die Forscher sind zuversichtlich, dass man damit bald nicht nur satt wird, sondern auch noch eine Extraportion Ballaststoffe und Druckerschwärze erhält. Ein kleiner Trost für alle, die sich bald nicht mehr die echte Tageszeitung leisten können.