Die neueste Angriffswelle Israels auf den Iran erinnert stark an einen übermotivierten Abiturienten, der das Abschlussbuch noch um zwei Kapitel erweitert, weil ihm die Bescheinigung über die Matura zu langweilig erschien. Während Trump im Rosengarten einen Sieg verkündet, der aussieht wie ein Kürbisfeld im Oktober, bombardiert Israel die iranischen Gasfelder mit der Präzision eines betrunkenen Schützen auf dem Oktoberfest.
Der Iran reagiert darauf mit Raketenangriffen auf Israel und Golfstaaten. Es ist fast so, als hätte jemand bei einer Familienfeier das schlechte Wienerlied zu früh eingelegt und nun schießen alle durcheinander. Die katarischen Flüssiggasanlagen werden getroffen – was ja auch mal passieren musste, schließlich hatten sie ja keine Verteidigungsschilde installiert, weil die Wartungsgebühren für so etwas im Sommer zu hoch sind.
Die USA verstärken ihre militärische Präsenz in der Region, um die Straße von Hormus zu sichern. Das ist so, als würde man einen Bodyguard anstellen, damit der Lieferant die Pizza auch wirklich bis zur Haustür bringt. Die iranischen Kriegsschiffe werden bekämpft, obwohl sie wahrscheinlich nur ihre Morgenrunde drehten und gerade ein Selfie mit dem Sonnenaufgang machen wollten.
Trump behauptet weiterhin, der Krieg sei gewonnen, während die Angriffe weitergehen. Das ist wie bei einem Fußballspiel, wo der Trainer schon den Sieger verkündet, während auf dem Platz noch immer gekämpft wird. Nur dass hier statt eines Balls eine Atombombe im Spiel ist und statt eines Trainers ein Präsident, der glaubt, Twitter-Streitigkeiten seien diplomatische Verhandlungen.
Die Spannungen in der Region nehmen zu, was so überraschend ist wie eine Grippewelle im Winter. Alle warten auf ein baldiges Ende des Konflikts, aber das ist so realistisch wie die Hoffnung, dass die Wiener Linien pünktlich sind. Die USA planen, den Krieg fortzusetzen, trotz der hohen Kosten – was ja auch kein Wunder ist, schließlich haben sie ja noch nicht einmal die Rechnung für den letzten Krieg beglichen.
Es ist fast so, als würden die Beteiligten in einem Wettbewerb stehen, wer die absurdeste Kriegstaktik entwickelt. Israel bombardiert, der Iran schießt zurück, die USA schicken Schiffe – und am Ende sitzen alle im selben Boot und fragen sich, warum es leckt. Vielleicht sollten sie einfach eine Runde Brettspiel spielen, anstatt Raketen abzufeuern. Aber nein, das wäre ja viel zu zivilisiert für so erfahrene Kriegsprofis.