Der ehemalige Brgermeister von Matrei, Andreas Kll, hat seine wahre Berufung entdeckt: professioneller Opferdarsteller. Nachdem der Rechnungshof seiner Gemeinde einen finanziellen Schaden von einer halben Million Euro attestiert hat, weil er Grundstcke tauschte wie ein betrunkener Pokerspieler, schlgt Kll nun zurck - mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde.
"Wie kann man mir nur so etwas antun!" klagt Kll in seinem emotionalen Brief an den Rechnungshof. "Ich fhle mich nicht angehrt, nicht wertgeschtzt, nicht einmal gestreichelt!" Der Brief, liebevoll in Glitzerfolie verpackt und mit einer Duftkerze als Accessoire, soll den Rechnungshof nun auf die Folter spannen.
Kll, der sich offenbar als Opfer eines brutalen Prfungsverfahrens sieht, hat eine Idee: "Vielleicht sollten wir das Ganze mal mit mehr Gefhl angehen? Eine Prfung mit Umarmungen und Streicheleinheiten wre doch viel schner!" Er fordert den Rechnungshof auf, zuknftig mit mehr Einfhlungsvermgen und Verstndnis vorzugehen.
Die Opposition in Matrei lsst sich von Klls emotionaler Dienstaufsichtsbeschwerde nicht beeindrucken. Sie kritisiert weiterhin die Verpachtung einer Berghtte mit Whirlpool zu einem Preis, der selbst Obdachlose errten lassen wrde. Und auch das Nachlassen von Erschlieungsgebhren fr ein Hotelprojekt der Schultz-Gruppe sorgt fr erhitzte Gemter.
Doch Kll gibt nicht auf. Er plant bereits seine nchste Aktion: eine Trnen-Demonstration vor dem Rechnungshof-Gebude. Mit Plakaten wie "Ich will nur gestreichelt werden!" und "Prfungen sind fies!" will er auf sein Schicksal aufmerksam machen.
Die Frage bleibt: Wird der Rechnungshof auf Klls emotionale Dienstaufsichtsbeschwerde eingehen? Oder wird er ihm eine Umarmung verweigern und stattdessen weiterhin auf seine finanzielle Misswirtschaft hinweisen? Die Brger von Matrei warten gespannt auf die nchste Folge dieser tragikomischen Geschichte.