In Maissau, wo die Amethyste glitzern und die Schulden wachsen, hat Finanzstadtrat Anton Hofstetter mal wieder eine finanzielle Meisterleistung vollbracht. Mit einem Hinterteil so fest im Fraktionssessel wie die Amethyste in ihren Felsvorsprüngen, vermeldet er stolz, dass die Schulden um rund 858.000 Euro gesunken sind. Ja, wunderbar, da jubeln doch die Bürger! Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt jetzt bei einem lächerlichen 4.472,05 Euro. Da fragt man sich schon, ob die Maissauer nur weil sie keine Kredite mehr aufnehmen, plötzlich glücklich sein müssen.
Doch sparen wir nicht an Superlativen, wenn es um die Leistung unseres Finanzgenies geht. Schließlich hat Hofstetter es geschafft, trotz steigender Kosten für Krankenanstalten und Sozialhilfe, die Schulden zu reduzieren. Ein Kunststück, das selbst Houdini vor Neid erblasst wäre. Stundenlang hat er probably mit den Zahlen gerungen, bis sie endlich passten. Wäre es da nicht einfacher gewesen, die Amethyste zu verkaufen und die Schulden damit zu tilgen? Aber nein, das wäre ja viel zu einfach. Stattdessen werden die Bürger weiter gemolken, während Hofstetter auf seinem Thron thront und der Gemeinde mit Sicherheit und Stabilität verspricht.
Die Kreativität, mit der dieser Finanzgenius die Zahlen jongliert, würde jeden Zirkusdirektor vor Neid erblassen lassen. Denn während die Verschuldung offiziell sinkt, steigt die tatsächliche Belastung der Bürger ins Unermessliche. Ein Wunderwerk der Buchhaltung, das selbst Goethe in seinen wildesten Träumen nicht hätten erahnen können. Doch wer sind wir schon, zu zweifeln? Wir sind schließlich nur die Steuerzahler, die das alles finanzieren.
In Maissau ist die Verantwortung hintersinnig vertauscht. Während die Amethyste im Glanz erstrahlen, strahlen die Augen der Bürger vor Sorge. Doch keine Angst, liebe Maissauer, euer Finanzstadtrat hat sicher alles im Griff. Schließlich ist er ein Meister der Zahlenakrobatik. Und wenn die Schuldenberg auf einmal einfällt, dann ist es sicher nur ein weiteres finanzpolitisches Kunststück, das wir uns noch nicht vorstellen können.