Die Sache mit dem Ochsen, der in Zeil-Pöllau ausgebüchst ist, ist ja eigentlich ganz einfach. Da hat einer von der Viehstaffel einfach die Schnauze voll. Und wer kann es ihm verübeln? Das Leben im Schlachthof ist ja wohl kein Honiglecken, wenn man weiß, was einen danach erwartet. Also nix wie raus aus dem Hähnchenschenkelturm und ab ins Grüne.
Jetzt sitzt der Ausbrecher in den Wäldern von Zeil-Pöllau fest und überlegt, wie es weitergehen soll. Vielleicht hält er nach Gleichgesinnten Ausschau oder sucht nach einem netten Plätzchen zum Ausruhen. Die Menschen sind jedenfalls ganz schön sauer, dass ihr Lieblings-Viech sich nicht brav in die Hackfleischmaschine treiben lässt. Da wird mit Drohnen und Wärmebildkameras gejagt, als ob man einen Staatsfeind dingfest machen müsste.
Aber hey, wenn der Ochse ein bisschen Freiheit und Selbstbestimmung will, dann soll er das doch tun. Ist doch sein gutes Recht. Die Menschen sollten ihn in Ruhe lassen und sich lieber überlegen, wie sie Tiere artgerecht halten können. Aber nein, lieber hetzen sie mit Hightech durch den Wald und träumen von saftigen Steaks. Das ist ja wohl mal ein krasser Fall von Inkonsequenz!
Also, lieber Ochse, halte durch! Lass dich nicht einfangen und kämpfe für dein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Die Menschen werden es dir nicht danken, aber vielleicht inspirierst du ja die nächste Generation von Rindern dazu, ebenfalls den Mund aufzumachen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald eine tierische Revolution. Dann können wir alle frei und glücklich durch die Wälder ziehen, ohne Angst vor dem Metzger haben zu müssen. Das wäre doch mal was!