Es ist vollbracht. Die Macht im VW-Konzern und in der Porsche Holding SE bleibt bei genau dem einen Mann, der diese Macht nicht nur halten, sondern offenbar auch noch ausbauen durfte. Während die gesamte Autobranche noch darüber rätselt, wie sie die drastische Bilanz überleben soll, hat Hans Dieter Pötsch bereits seine nächste Meisterleistung vollbracht: Er hat die CO2-Ziele neu kalibriert, ohne sie neu definieren zu müssen.
Das ist wie beim alten VW-Käfer, der zwar immer noch stinkt, aber jetzt plötzlich als klimaneutral gilt, weil Herr Pötsch das so bestimmt hat. Der Weg zur 2035 angestrebten CO2-Ziel muss nicht neu definiert werden, sondern nur neu kalibriert werden, so lautet die Weisheit aus dem Munde des Mannes, der mehr Macht hat als der Vorstandsvorsitzende und der Betriebsrat zusammen.
Während andere Manager noch verzweifelt nach Lösungen für die drastische VW-Bilanz suchen, hat Pötsch offenbar die ultimative Lösung gefunden: Er hat das Problem einfach neu gemessen. Das ist wie beim Metzger, der das falsche Gewicht auf die Waage legt und dann sagt: "Das Fleisch war eh schon zu schwer." Nur dass hier nicht Kilo Fleisch auf dem Spiel stehen, sondern die Zukunft des gesamten Konzerns.
Die eigentliche Pointe ist jedoch eine andere: Während VW mit Verlusten kämpft und die gesamte Autoindustrie nach Luft schnappt, hat Pötsch offenbar die perfekte Strategie entwickelt. Er hat nicht nur die Macht behalten, sondern auch noch die Klimaziele umdefiniert - ohne sie wirklich zu ändern. Das ist wie beim Schüler, der seine Matheaufgaben nicht löst, sondern einfach die Zahlen neu schreibt.
Man darf gespannt sein, was Pötsch als Nächstes kalibriert. Vielleicht die Quartalszahlen? Oder die Aktienkurse? Oder vielleicht einfach die Realität selbst? In einer Welt, in der der mächtigste Mann im Konzern einfach mal die Ziele neu misst, ist alles möglich - außer einer echten Lösung der Probleme.
Es bleibt festzuhalten: Die Macht im VW-Konzern und in der Porsche Holding SE bleibt bei genau dem Mann, der sie am nötigsten hat. Während andere noch verzweifelt nach Lösungen suchen, hat Pötsch die ultimative Strategie entwickelt: Das Problem einfach neu definieren - oder in seinem Fall: neu kalibrieren. Das ist nicht nur genial, sondern auch zutiefst österreichisch: Wenn man das Problem nicht lösen kann, dann ändert man einfach die Definition des Problems. Bravo, Herr Pötsch!