Die österreichische Polizei feiert sich selbst. Und zwar nicht irgendwie, sondern so richtig. Nach dem spektakulären Darknet-Schlag gegen 440 Verdächtige kündigten die Beamten bereits die nächste Aktion an: "Operation Riesentöter". Ziel sei es, gegen alle vorzugehen, die zu viel Zeit im Internet verbringen.
"Wir haben bewiesen, dass wir auch im Digitalen ganz große Nummer sind", sagte ein hochrangiger Ermittler, der namentlich nicht genannt werden wollte, weil er gerade selbst eine 373.000-seitige Anleitung zum Aufbau einer Geheimdienstmimikry im Netz gelesen hatte. "Früher haben wir nur kleine Fische gefangen. Jetzt gehen wir gegen ganze Schulen von Cyberkriminellen vor."
Die Aktion "Alice" sei so geheim gewesen, dass nicht einmal alle Beteiligten wussten, worum es ging. "Als ich den Befehl bekam, dachte ich erst, wir würden eine neue Software für den Kaffeeautomaten in der Kantine testen", gestand ein deutscher Ermittler. "Erst als ich sah, wie Kollegen aus 22 Ländern mit Notebooks bewaffnet in einem dunklen Raum saßen, wurde mir klar: Das ist ernst."
Besonders stolz ist die Polizei auf die Festnahme des mutmaßlichen Drahtziehers. Der 35-jährige Chinese habe sich in einer 3D-gedruckten Katzenstatue versteckt. "Er dachte, wir würden nie auf die Idee kommen, eine Katzenstatue zu durchsuchen", sagte ein Sprecher. "Dabei wissen wir alle: Katzen sind die wahren Herrscher des Internets."
In Österreich verlief die Aktion besonders spektakulär. Bei einer Razzia in Wien wurde nicht nur ein geheimes Darknet-Rechenzentrum entdeckt, sondern auch eine Hängematte, in der sich Verdächtige vor der Polizei versteckt hatten. "Wir dachten zuerst, das wäre Teil der Einrichtung", sagte ein Beamter. "Bis die Hängematte plötzlich weggerückt wurde."
Die österreichische Justiz prüft nun, ob sie die Hängematte als Beweismittel beschlagnahmen kann. "Das wäre das erste Mal, dass eine Hängematte in einem Strafverfahren eine Rolle spielt", sagte ein Sprecher. "Normalerweise geht es bei uns um Laptops, Handys oder Geldbörsen. Aber eine Hängematte - das ist neu."
Auch die deutsche Polizei zeigte sich beeindruckt von der österreichischen Professionalität. "Die Österreicher haben uns gezeigt, wie man eine Razzia inszeniert", sagte ein deutscher Kollege. "Bei uns würde so etwas nie funktionieren. Wir würden wahrscheinlich die falschen Wohnungen stürmen oder die Hängematte übersehen."
Die österreichische Polizei kündigte bereits weitere Aktionen an. "Als Nächstes gehen wir gegen alle vor, die zu viel Netflix schauen", sagte ein Sprecher. "Das ist das neue Darknet. Und wir sind bereit."