Die Schafwolle ist los! In einem beispiellosen Feldzug gegen die Wühlmäuse des Fortschritts hat COMPO jetzt den ultimativen Dünger entwickelt. Kein chemischer Schmarrn mehr, sondern reiner Schurz und Mut - direkt aus den Beinen der widerständigsten Wiederkäuer des Landes. Die Schafe selbst sind übrigens begeistert. Endlich werden sie für etwas anderes als ihre Wollschweber-Qualitäten geschätzt.
Während sich die einen über ihre nunmehr fünf Monate andauernde Vitamin-B12-Versorgung freuen, sehen andere schon die Revolution kommen. Der SPÖ-Landwirtschaftssprecher Karl Öllinger ließ verlauten: "Wenn wir den ganzen Nationalrats-Plenarsaal damit düngen, wächst vielleicht endlich etwas, das nicht nur aus heißer Luft besteht." Die Grünen planen bereits eine eigene Sorte: "Bio-Bambus-Dünger mit Schafwolle und einem Hauch von Systemwandel."
Aber nicht nur die Politik hat die Kraft der Schafwolle entdeckt. Auch in den Redaktionen macht sich eine neue Denkweise breit. "Warum sollten wir uns mit stumpfem Bleiwüsten-Text begnügen, wenn wir mit etwas Schafwoll-Dünger doch endlich mal qualitative Inhalte wachsen lassen könnten?", fragte sich ein ungenannter Chefredakteur. Das Ergebnis: ein Leitartikel, der binnen 48 Stunden vom Redaktions-PC ins Nobel-Literaturkomitee nach Stockholm verschickt wurde.
Der Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter, hat sich bereits entschieden: "Wir werden den ganzen Landtag damit düngen und schauen, ob nicht doch noch ein paar Mandate nachwachsen." Die Bauern sind skeptisch. "Wenn die Tiere anfangen, uns zu düngen, dann ist die Hackordnung wohl komplett verkehrt", meinte ein Milchbauer aus dem Mostviertel. "Aber vielleicht ist das ja genau das, was wir brauchen."
Und was sagt die Kirche dazu? Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner zeigte sich begeistert: "Schafwolle - das war doch das Material, in das der Heiland bei seiner Geburt eingewickelt wurde. Wenn wir jetzt damit unsere Kirchenbänke düngen, wächst vielleicht endlich mal etwas, das nicht nur aus frommem Geschwätz besteht."
COMPO selbst rechnet mit einem Boom. "Wir haben bereits Anfragen aus dem Finanzministerium. Anscheinend soll der Budgetentwurf 2026 damit angereichert werden, damit wenigstens etwas Substanz entsteht." Der erste Praxistest ist vielversprechend: Ein Strauß Rosen, gedüngt mit Schafwolle und einem Hauch von politischem Willen, wuchs innerhalb einer Woche so kräftig, dass er inzwischen das Bundeskanzleramt beschatten soll. Bundeskanzler Nehammer persönlich wollte sich dazu nicht äußern - er war damit beschäftigt, die Rosen mit dem Rasenmäher zu stutzen.