Was fuer eine Schande fuer den oesterreichischen Skisport! Waehrend unsere Athleten wacker versuchen, nicht noch tiefer in der Weltrangliste zu versinken, gelingt es einem norwegischen Flieger, nach einem spektakulaeren Sturz im Auslauf die Koepfe aller Zuschauer verdrehen zu lassen.
Nach seinem Absprung hatte der Skispringer offenbar die Erleuchtung gesucht - und gefunden. Statt sich wie ein normaler Mensch wieder aufzurappeln und den Berg hinunterzuwedeln, blieb er regungslos liegen und strahlte in alle Himmelsrichtungen. Seine Teamkollegen versuchten zuerst, ihn zu wecken, doch der Meditierende schien in einer anderen Welt zu schweben.
Die Zuschauer waren zunaechst besorgt, dann fasziniert. Einige begannen sogar, um den liegenden Springer herum zu tanzen und zu chanten. Der Moderator des Events rief verzweifelt, dass man doch bitte aufhoeren solle, den armen Mann spirituell zu bearbeiten, doch seine Worte verhallten ungehoert.
Schliesslich musste die Polizei anrruecken und den meditierenden Springer gewaltsam vom Berg eskortieren. Dabei stellte sich heraus, dass er seit seinem Sturz in einem Zustand vollkommener Glückseligkeit verharrt und nicht mehr in die reale Welt zurueckkehren wollte. Die Beamten mussten ihn in eine Spezialklinik fuer Extremsportler mit spirituellen Problemen einweisen.
Waehrenddessen fragten sich die oesterreichischen Skiflieger, ob sie wohl jemals eine derart mystische Erfahrung machen wuerden. Doch dann erinnerten sie sich daran, dass ihre grösste spirituelle Erfahrung bisher darin bestand, einen Curry-Wurst-Stand in Innsbruck zu finden, der um 3 Uhr nachts noch offen hat. Und so beschlossen sie, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das Abstürzen mit Stil und Anstand.