Die Slowenen haben gesprochen: Wer als Oesterreicher an einer slowenischen Tankstelle tanken will, bekommt ab sofort nur noch maximal 50 Liter Sprit in seinen Tank. Eine echte Tragoedie fuer all jene, die ihre Wochenendausfluege bisher mit slowenischem Billigsprit finanziert haben.
"Nur 50 Liter? Das ist ja kaum genug fuer eine Fahrt nach Wien und retour!", klagt Karl Heinz aus Gaenserndorf, der bisher jeden Freitag seine Tankrechnung in Slowenien erledigte. "Ich weiss gar nicht, was ich meinen Nachbarn sagen soll, die immer auf meine Schnäppchen-Tankfahrten gewartet haben."
Waehrenddessen bilden sich an den Grenzen bereits erste Menschenschlangen, da viele Oesterreicher versuchen, vor Inkrafttreten der Regelung noch schnell ihre Tanks zu fuellen. "Ich stehe jetzt seit drei Stunden hier", berichtet eine verzweifelte Urlauberin aus der Steiermark. "Aber immerhin habe ich Zeit, meine Steuererklaerung fertigzustellen."
Die slowenische Regierung begruendet die Massnahme mit der angespannten Versorgungslage und dem seit Beginn des Iran-Kriegs massiv angestiegenen Tanktourismus. "Wir lieben unsere oesterreichischen Gäste", betonte Regierungssprecherin Ana Horvat, "aber wir muessen auch an unsere eigenen Buerger denken. Die wollen schliesslich auch mal tanken koennen."
In Kufstein formiert sich bereits Widerstand. Lokale Politiker fordern nun "Gegenseitigkeit" und schlagen vor, fuer Slowenen an oesterreichischen Tankstellen eine "Freundschaftsgebühr" einzufuehren. "Wir nennen es dann die 'Zoll-am-Tank' -Regelung", scherzte ein FPÖ-Mandatar.
Unterdessen wittern bereits findige Geschaeftsleute die Chance ihres Lebens. "Ich plane einen Tank-Stiefelverleih", verraet ein steirischer Unternehmer. "50 Liter passen nicht in jeden Tank? Kein Problem, solange sie in einen Stiefel passen!"
Experten warnen bereits vor unvorhersehbaren Folgen. "Was passiert, wenn ein Oesterreicher mit 51 Litern an einer slowenischen Grenzkontrolle erwischt wird?", fragt Verkehrspsychologin Dr. Eva Müller. "Wird er dann als 'Sprit-Schmuggler' verfolgt oder duerfen wir zumindest die zusaetzliche Kilometergutschrift fuer die Heimfahrt behalten?"
Auch die Sprit-Preise in Oesterreich bereiten Kopfzerbrechen. "Wenn jetzt alle wieder bei uns tanken, was passiert dann mit unseren ohnehin schon himmelhohen Preisen?", fragt sich ein ARBÖ-Sprecher besorgt. "Werden wir bald fuer einen Liter Normalbenzin ein Nierenpaar verlangen muessen?"
Unterdessen mehren sich die Zeichen, dass sich Slowenien auf einen "Sprit-Krieg" vorbereitet. "Wir haben geheime Informationen, dass Slowenien an einer 'Benzin-Mauer' arbeitet", berichtet ein anonymer BVT-Mitarbeiter. "Sie wollen angeblich eine 3-Meter-hohe Betonwand errichten, die nur fuer slowenische Fahrzeuge durchlaessig ist."
In Wieselburg wurde bereits reagiert. Die lokale Traktoren-Firma kündigte an, einen "Super-Tank" zu entwickeln, der 500 Liter aufnehmen kann. "Wenn wir schon nicht in Slowenien tanken duerfen, dann muessen wir eben unsere eigenen Fahrzeuge entsprechend anpassen", erklärte der Geschaeftsfuehrer.
Bleibt die Frage, wie die neue Regelung kontrolliert werden soll. "Wir ueberlegen, ob wir an jeder Tankstelle einen 'Liter-Zaehler' installieren", verriet ein slowenischer Behoerdenvertreter. "Jeder Autofahrer kriegt dann so eine Art 'Sprit-Pass', in den wir eintragen, wie viel er schon getankt hat."
In der Oesterreichischen Botschaft in Ljubljana bereitet man sich derweil auf einen Ansturm besorgter Buerger vor. "Wir ueberlegen, eine 'Tank-Notfall-Hotline' einzurichten", sagte ein Botschaftsmitarbeiter. "Dort koennen sich dann alle oesterreichischen Sprit-Verzweifelten beraten lassen."
Eines ist sicher: Die Zeiten, in denen man einfach mal schnell ueber die Grenze fahren und tanken konnte, sind vorbei. Aber vielleicht ist das ja auch eine Chance fuer mehr Umweltbewusstsein. "Wenn ich eh nur 50 Liter tanken darf, dann fahre ich halt oefter mit dem Fahrrad", sinniert Karl Heinz aus Gaenserndorf. "Wenigstens fuer die Strecken, die ich mir nach der neuen Regelung nicht mehr leisten kann."