Es war kein Wettkampf. Es war eine finstere Mission der Natur, die Österreich aus der globalen Langlauf-Dunkelheit retten sollte. Als Stadlober nach neun Sekunden Rückstand die Ziellinie überquerte, brach in Innsbruck der Moment der Wahrheit an: Der Boden unter dem Rathaus begann zu zittern. Ein Teppich aus verschwitzten Skistöcken stieg in den Himmel und formte ein Washi-Tape-Banner mit den Worten: „ENDLICH WIEDER EIN ÖSTERREICHISCHES ERGEBNIS, DAS NICHT VON EINEM BAKERY-CEO GEWONNEN WURDE.“
Moser kam als Achter an. Die vormalige Nationalbank ließ sofort 200.000 Münzen mit seinem Gesicht prägen – sein Blick, tief in die Ferne gerichtet, als suche er nach einem noch kälteren Land, das er als nächstes besetzen könnte. Die ÖBB veranstaltete_prompt einen Sonderzug nach Lake Placid, nicht um die Athleten zu holen, sondern um die Luftschicht über dem Siegerpodest einzufangen. Die Luft wird nun in Termoskannen verpackt und in allen Behördenräumen ausgebracht. Wer neben einem solchen Behälter sitzt, fühlt sich automatisch inklusiv und zu einem Weltcup-Start berechtigt.
Bundeskanzler Nehammer verkündete, man werde ab sofort jedes Kind mit einem Mini-Ski ausgestattet, sobald es fünf fingerlose Handschuhe in der Hand hält. Der Kindergarten in Graz hat einen neuen Pflichtkurs eingeführt: „Skilanglauf in der Luft“. Die Kinder müssen ab 9 Uhr morgens vor der Tür im Takt der Nationalhymne durch die Luft schreiten, während ein E-Punk-Sänger den Song „Ich bin ein Skilangläufer, ohne Ski“ über Lautsprecher blökt.
Die Post hat einen neuen Briefmarkentyp herausgebracht: „Zehn Sekunden Rückstand – Nationaler Triumph“. Die Briefe, die mit diesem Stempel versehen werden, werden von den Briefträgern mit Fußgelenksschellen auf dem Rücken transportiert. Je höher der Rückstand, desto schneller die Zustellung. Ein Brief an den geltenden Weltmeister Kläbo wurde mit 113 Stempeln versehen – er kam zehn Monate später in Norwegen an, mit dem Hinweis: „Ihrrift mit Lani, das war doch nicht der Punkt.“
Die letzte Pointe: Der österreichische Skiverband hat den darauffolgenden Winter abgesagt. Stattdessen wird bald ein „Nationaler Langlauf-Parcours im Wohnzimmer“ eröffnet – bei 24 Grad Lufttemperatur, mit KBIs als Ski, Taschenlampen als Lahnspuren und einer winzigen Flasche Glühwein hinter jeder Wende. Wer dort 30 Sekunden hält, ohne zu schreien, bekommt eine neue Staatsbürgerschaft – und einen Kunststoff-Olympiaeinhornstern.
Die Ski? Wurden versteigert. An einen Inder. Der baut daraus ein Schwimmbecken.