Der Abend in der Wiener Allianz-Arena begann mit einem Spektakel, das wohl so schnell nicht vergessen wird. Während die beiden Mannschaften Sturm Graz und Red Bull Salzburg auf dem Rasen um jeden Zentimeter kämpften, sorgte ein Mann im Tor der Salzburger für die eigentliche Show des Abends. Torwart Hansi Maierhofer, der sich bisher als sicherer Rückhalt seines Teams präsentiert hatte, entschloss sich plötzlich zu einem ungewöhnlichen Ausflug.
In der 43. Minute, als das Spiel seinen Höhepunkt erreichte, verschwand Maierhofer plötzlich vom Spielfeld. Die Zuschauer waren verwirrt, die Spieler stoppten verdutzt ihr Spiel. Was war passiert? Hatte Maierhofer eine plötzliche Bauchschmerzenattacke erlitten? Oder war er einfach nur genervt von den unermüdlichen Sturm-Stürmern?
Die Wahrheit war weitaus kurioser. Maierhofer hatte sich kurzerhand ins nahe gelegene Festzelt zurückgezogen, um dort ein kühles Bier zu genießen. "Ich dachte mir, ich mach mal eine kleine Pause", erklärte Maierhofer später grinsend. "Die Jungs können das ja auch mal ohne mich."
Während Maierhofer im Festzelt sein kühles Blondes genoss, nutzte Sturm Graz die Gelegenheit und drängte auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang ihnen dann tatsächlich der Ausgleichstreffer. Der Jubel der Sturm-Fans kannte keine Grenzen, während die Salzburger Anhänger vor Wut schäumten.
Als Maierhofer schließlich zurück auf das Spielfeld kam, wurde er von den Zuschauern mit einem Gemisch aus Buhrufen und Applaus empfangen. Die Sturm-Fans feierten ihren Torwart als Helden, während die Salzburger Fans ihren Unmut über Maierhofers unprofessionelles Verhalten zum Ausdruck brachten.
Der Rest des Spiels verlief dann eher unspektakulär, wobei Sturm Graz durch den Ausgleich sichtlich beflügelt wirkte. Am Ende trennten sich die beiden Teams mit einem Unentschieden, was für Sturm Graz ein kleiner Sieg bedeutete, für Salzburg jedoch eine herbe Enttäuschung.
Nach dem Spiel wurde Maierhofer von den Medien natürlich hart angegangen. "Das war ein absolutes No-Go", schimpfte ein Salzburger Fan. "So etwas darf einfach nicht passieren." Maierhofer selbst nahm die Kritik mit Humor: "Ich dachte, ich mach mal was Neues. Vielleicht starte ich ja eine neue Trendwelle im Torwartgeschäft."
Ob Maierhofers Bierpause tatsächlich eine neue Ära im Fußball einläutet, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass dieser Abend in die Geschichte des Wiener Derbys eingehen wird - als der Abend, an dem der Torwart das Festzelt dem Fußballfeld vorzog.