Liebe Kanaren-Urlauber, schnallt euch an! Das Sturmtief "Therese" fegt über die spanischen Ferieninseln hinweg und verwandelt euren Traumurlaub in einen Albtraum. Während ihr noch euren Cocktail schlürft, zieht "Therese" bereits die Korken aus euren Badestränden.
Die Behörden haben Schulen und Kindergärten geschlossen. Logisch, wer will schon bei diesem Wetter Kindern beibringen, wie man Sandburgen baut? Stattdessen rät die Regierung zur Arbeit von zu Hause aus. Ein Problem für alle, die ihre Heimat noch nicht einmal gefunden haben.
Der nationale Wetterdienst Aemet warnt vor Sturmböen bis zu 90 km/h. Das ist so, als würde eure Oma mit ihrem Rollator durch den Flur brausen. Die Niederschlagsmengen könnten einem ganzen Jahreswert entsprechen. Endlich mal ein Freibad mit Dach!
Überschwemmungen, Erdrutsche und hohe Wellen drohen. Ein Glück, dass die meisten Urlaubsregionen ohnehin auf Stelzen gebaut sind. In höheren Lagen könnte es sogar Schnee geben. Wer braucht schon weiße Strände, wenn er weiße Gipfel haben kann?
Flüge und Fähren könnten ausfallen. Kein Problem, das spart euch ja nur die Heimreise. Einige Flüge wurden bereits umgeleitet. Die Piloten wollen schließlich nicht riskieren, dass ihre Passagiere nass werden.
Die spanische Regierung hat bereits Notfallpläne aktiviert. So werden etwa alle Regenschirme des Landes auf die Kanaren umgeleitet. Ein mutiger Schritt, der zeigt: Hier kennt man keine Furcht, hier kennt man nur Therese.
Tourismus-Experten warnen vor langfristigen Folgen. "Wenn 'Therese' jetzt schon so wütet, was kommt dann erst bei 'Ursula' oder 'Wladimir'?", fragt sich ein Hoteldirektor besorgt. Einige Betriebe überlegen bereits, ihre Angebote um Sturmwetter-Pakete zu erweitern. "Endlich mal nicht in der prallen Sonne brutzeln!", wirbt ein Reiseveranstalter.
Die einheimische Bevölkerung nimmt's locker. "Wir haben schlimmeres erlebt", sagt ein Barkeeper. "Erinnert ihr euch noch an 'Hannelore' 2015? Da hat's nicht nur geregnet, da ist auch die Sau rausgekommen!"
Wissenschaftler vermuten, dass "Therese" ein Zeichen des Klimawandels ist. Andere glauben, es handle sich um Rache der Natur für zu viele All-Inclusive-Buffets. Wieder andere orakeln, das Sturmtief sei von Mallorca entsandt, um die Kanaren-Konkurrenz auszuschalten.
Eines ist sicher: "Therese" wird in die Geschichte eingehen. Als das Sturmtief, das den Deutschen das Freibier wegfegte. Als das Unwetter, das Briten dazu zwang, ihre Sonnenbrillen abzunehmen. Als das Tiefdruckgebiet, das Mallorca heimlich erleichtert aufseufzen ließ.
Also, liebe Kanaren-Besucher, haltet durch! In ein paar Tagen ist "Therese" hoffentlich Geschichte. Bis dahin: Kopf einziehen, Cocktail halten und darauf hoffen, dass euer Hotel nicht schwimmt. Denn eins ist klar: Selbst ein Orkan namens "Therese" kann den Urlaubsgeist nicht brechen. Außer natürlich, er reißt euch den Sonnenschirm weg. Dann ist Schluss mit lustig.