Die Swarco Raiders haben eine erstaunliche Erkenntnis gewonnen: Fußball ist zu schnell für Tiroler Verhältnisse. Während die European League of Football (ELF) angeblich juristische Schritte gegen den Traditionsverein erwägt, sitzen die Raiders im Zeitlupenmodus und warten auf den perfekten Moment zum Kontern.
"Unser größtes Problem ist nicht die ELF, sondern die Zeit", erklärte Clubmanager Markus Wieser bei einer Pressekonferenz, die er absichtlich um drei Stunden verschoben hatte, um die Dramatik zu erhöhen. "Wenn wir uns beeilen müssten, könnten wir den Ball vielleicht gar nicht mehr sehen."
Die Tiroler haben daher einen radikalen Vorschlag: Die gesamte Liga soll in Zeitlupe spielen. "Dann könnten wir uns wenigstens auf dem Feld bewegen, ohne dass uns jemand wegrennt", sagte Wieser. "Und die Schiedsrichter hätten endlich Zeit, die Regeln nachzulesen."
Die ELF reagierte verärgert auf den Vorstoß. "Das ist eine Verhöhnung des Sports", teilte ein Liga-Sprecher mit, der sich weigerte, seinen Namen zu nennen, weil er fürchtete, die Raiders könnten ihn vorher einholen.
Nicht nur auf dem Feld, auch vor Gericht wollen die Swarco Raiders Tempo rausnehmen. Sie fordern ein "Schneckentempo-Verfahren", bei dem jede Verhandlung drei Tage dauert und die Anwälte Rollschuhe tragen müssen. "Nur so können wir Gerechtigkeit herstellen", so Wieser.
Unterdessen bereitet das Team bereits die nächste juristische Attacke vor: eine Klage gegen die Schwerkraft. "Die zwingt uns ja förmlich zu Boden", monierte der Runningback Lukas Haslwanter, der sich nach eigenen Angaben "schon beim Aufstehen verletzt" habe.
Die Tiroler Fans sind begeistert vom neuen Tempo. "Endlich können wir beim Spiel auch mal zur Toilette gehen, ohne etwas zu verpassen", sagte ein Anhänger, der seinen Namen ebenfalls nicht nennen wollte, weil er fürchtete, die Raiders könnten ihn vorher einholen.
Die ELF hat mittlerweile reagiert und ein Ultimatum gestellt: Entweder die Raiders spielen wieder mit normaler Geschwindigkeit oder sie werden aus der Liga ausgeschlossen. "Wir können nicht zulassen, dass ein Team den Sport zum Krimi macht", hieß es aus der Liga-Zentrale.
Die Raiders haben daraufhin eine Gegenmaßnahme angekündigt: Sie werden künftig mit verbundenen Augen spielen. "Dann können wir uns zumindest auf unsere anderen Sinne konzentrieren", sagte Wieser. "Und vielleicht merkt ja keiner, wenn wir den Ball fallen lassen."
Ob die ELF diese neuerliche Provokation hinnimmt, ist unklar. Fest steht nur: In Tirol hat der Sport eine neue Dimension erreicht – die der absoluten Entschleunigung. Und wenn es nach den Raiders geht, wird Fußball bald zum Schachspiel mit Schulterpolstern.