Was für eine Show in Miami! Da hat die WTA mal wieder bewiesen, dass sie sich nichts mehr aus Tradition macht. Die Spielerinnen sollen bloß noch da sein, damit die Kameras was zu filmen haben. Aber der wahre Star des Spiels war der Tennisschläger.
Tagger gegen Seidel - klingt nach einer packenden Auseinandersetzung. Zwei junge Spielerinnen, die alles geben. Aber nein, die WTA hatte andere Pläne. Sie hat beschlossen, dass es Zeit ist für den großen Durchbruch: Der Tennisschläger soll endlich die Anerkennung bekommen, die er verdient.
Die Spielerinnen schlagen auf, rennen hin und her, und der Schläger macht die Arbeit. Er trifft den Ball, er lenkt die Bälle ins Aus, er sorgt für die Asse. Die Spielerinnen? Die sind nur noch die Statisten. Die stehen da, sehen zu, wie der Schläger seine Runden dreht.
Und dann, im entscheidenden Moment, als Seidel einen Matchball hatte, da hat der Schläger noch mal alle Kräfte gesammelt. Er hat den Ball so platziert, dass Seidel nur noch staunen konnte. Und dann, acht Minuten später, als die Partie entschieden war, da hat der Schläger triumphiert.
Die WTA-1000-Saison ist damit eröffnet. Es ist die Saison des Tennisschlägers. Die Spielerinnen? Die können ja noch mitmachen, aber der Schläger wird der Star sein. Er wird die Punkte machen, er wird die Spiele gewinnen, und am Ende wird er den Pokal in die Höhe recken.
Es ist ein neues Zeitalter im Tennis. Ein Zeitalter, in dem der Tennisschläger die Hauptrolle spielt. Die Spielerinnen? Die sind nur noch die Statisten. Aber hey, wer weiß, vielleicht werden sie ja irgendwann mal für ihre Arbeit bezahlt. Bis dahin heißt es wohl: Auf geht's, Schläger, du bist der Star!