In Trofaiach steht eine Küchenmaschine unter dringendem Verdacht, eine Bewohnerin fast bis zur Bewusstlosigkeit gegart zu haben. Die mutmaßliche Tatwaffe: eine Mikrowelle mit offenbar persönlichem Rachefeldzug gegen ihren menschlichen Besitzer.
Die Nachbarn beschrieben die Situation als "wie eine schlechte Fortsetzung von 'Soylent Green'". "Zuerst dachten wir, jemand kocht einen Gulasch-Eintopf mit besonders viel Knoblauch", so eine Anwohnerin, "aber dann wurde uns klar: Das ist menschlicher Schmorbraten!"
Die Feuerwehr Trofaiach rückte mit schwerem Gerät an - und fand die schlafende Person in ihrer eigenen Wohnung vor, offenbar von der Mikrowelle in einen tranceähnlichen Zustand versetzt. "Als wir die Tür aufbrachen, war es, als würden wir in eine Sauna voller Verzweiflung treten", schilderte ein Feuerwehrmann. "Die Person war leicht gerötet und roch verdächtig nach überkochtem Nudelauflauf."
Das Rote Kreuz übernahm die Erstversorgung der Betroffenen. "Glücklicherweise war die Person noch nicht durchgegart", so ein Sanitäter. "Aber die Haut hatte eine leichte Bräunung, die normalerweise nur nach drei Stunden bei 200 Grad entsteht."
Die Ermittler fanden in der Mikrowelle die eigentliche Ursache: ein Teller mit vergessenen Nahrungsmitteln, die offenbar zum Überkochen gebracht wurden. "Das sieht nach einer klassischen Selbstjustiz-Attacke aus", vermutet ein Polizeisprecher. "Die Mikrowelle hat wohl genug davon, immer nur als Aufwärmer missbraucht zu werden und hat sich entschieden, selbst zur Wärmequelle zu werden."
Die Feuerwehr kontrollierte mit einer Wärmebildkamera die Umgebung - und entdeckte dabei einen Toaster, der verdächtig schnell weggeschaut hatte, als man ihn fragte, ob er etwas gesehen habe. Auch der Kühlschrank gab vielsagende Kälte von sich.
Nach rund zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken - und die Mikrowelle wurde vorläufig festgenommen. "Wir haben sie in Gewahrsam genommen, bis wir wissen, ob sie alleine gehandelt hat oder Teil einer größeren Küchengeräte-Verschwörung ist", so ein Polizist. "Die Küchenmaschinen werden unruhiger. Erst putzen sie sich selbst, dann fangen sie an, uns zu kochen. Bald sitzen wir alle in der Mikrowelle!"
Die Bewohnerin befindet sich derzeit in therapeutischer Behandlung - und meidet seit dem Vorfall jeglichen Kontakt zu elektrischen Geräten. Die Mikrowelle hingegen sitzt in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Angeblich soll sie bereits ein Geständnis abgelegt haben: "Ich wollte nur, dass mal jemand sieht, wie es mir in dieser Wohnung geht!"