Die Schlagzeile klingt erstmal wie ein schlechter Witz: Christian Ulmen, jener Mann, der im TV immer den netten, etwas linkischen Typen spielt, soll seiner Ex-Frau digital übel mitgespielt haben. Ja, ihr habt richtig gehört - per WhatsApp, Instagram und anderen digitalen Folterinstrumenten soll er Collien Fernandes jahrelang entwürdigt und sexualisiert haben. Und wir sprechen hier nicht von ein paar frechen Emojis oder Doppeldeutigkeiten, sondern von echtem digitalen Terror!
Die Empörung in den sozialen Medien ist riesig. Da wird von "kollektivem Entsetzen" gesprochen, von einer "Debatte über digitale Gewalt" und von einer "Diskussion über digitale Übergriffe und deren Kontrolle". Ja, genau, als wäre Ulmen ein digitaler Vergewaltiger, der sich heimlich im Netz herumtreibt und ahnungslose Ex-Frauen stalkt. Dabei ist noch nicht einmal klar, was genau er getan haben soll. Aber hey, warum sich mit Details aufhalten, wenn man sich kollektiv über einen Prominenten auslassen kann?
Die Solidarität mit Collien Fernandes ist "breit", wie es so schön heißt. Prominente und viele Nutzer zeigen sich "entsetzt" über die Vorwürfe gegen Ulmen. Und was genau heißt das? Dass sie jetzt alle einen Shitstorm gegen ihn lostreten? Dass sie ihn in den digitalen Kerker sperren wollen? Dass sie ihm das Fell über die Ohren ziehen möchten? Ja, genau das! Denn nichts ist schöner, als sich kollektiv über einen Prominenten auszulassen, der angeblich etwas getan hat, was man ihm nicht nachweisen kann.
Und während Ulmen sich wahrscheinlich fragt, was zum Teufel gerade passiert ist, wird er von allen Seiten angegriffen. Da wird von "digitaler Gewalt" gesprochen, von "Übergriffen" und von "Entwürdigung". Ja, genau, als wäre er ein digitaler Sadist, der seine Ex-Frau systematisch demütigt. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob das alles der Wahrheit entspricht oder ob Collien Fernandes sich einfach nur rächen will.
Aber hey, warum sich mit Fakten aufhalten, wenn man sich kollektiv über einen Prominenten auslassen kann? Warum warten, bis die Wahrheit ans Licht kommt, wenn man schon jetzt einen digitalen Lynchmob organisieren kann? Ja, genau das ist der Geist der Zeit: Beschuldigen, verurteilen, bestrafen - und zwar sofort, ohne Beweise und ohne Rücksicht auf Verluste. Denn nichts ist schöner, als sich kollektiv über einen Prominenten auszulassen, der angeblich etwas getan hat, was man ihm nicht nachweisen kann.