Liebe Leserinnen und Leser, schnallen Sie sich an, wir begeben uns auf eine Reise in die bizarre Welt der Deep-Fake-Pornos und des netten Mannes. Ein Ort, an dem die nettesten Männer plötzlich zu digitalen Vandalen werden und die Frauen zu Opfern ihrer eigenen Unschuld.
Stellen Sie sich vor, ein netter Mann, nennen wir ihn mal Christian, sitzt vor seinem Computer. Er hat gerade ein tolles Video von seiner Ex-Frau Collien gefunden. Ein Video, das sie in einer ganz privaten Situation zeigt. Aber hey, sie war ja mal seine Frau, also ist es doch sein Besitz, oder? Falsch gedacht, lieber Christian! Frauen sind kein Besitz, auch nicht für nette Männer.
Christian, der nette Mann, entscheidet sich, das Video zu bearbeiten. Mit modernster Technik ersetzt er das Gesicht seiner Ex-Frau durch das einer anderen Frau. Vielleicht ist es Frau Pelicot, die gerade in den Nachrichten ist, weil ihr Mann ihr Gesicht auf Pornovideos geklont hat. Oder es ist die Nachbarin, die immer so komische Blicke zuwirft. Egal, Hauptsache, es ist nicht mehr Collien.
Und dann, der Moment der Wahrheit. Christian, der nette Mann, lädt das Video ins Internet hoch. Er ist stolz auf seine Arbeit, auf seine technischen Fähigkeiten. Er hat ja nur ein bisschen gespielt, ein bisschen herumexperimentiert. Aber was er nicht bedacht hat: Das Internet vergisst nichts. Und plötzlich ist da dieses Video, das sich wie ein digitales Virus verbreitet.
Frau Pelicot, die gerade noch in den Nachrichten war, weil ihr Mann ihr Gesicht auf Pornovideos geklont hat, erkennt sich wieder. Zumindest glaubt sie das. Sie ist schockiert, entsetzt. Wie konnte das passieren? Sie, die brave Ehefrau, plötzlich in einem Pornovideo? Aber es ist ja nicht sie, es ist nur ihr Gesicht auf dem Körper einer anderen Frau. Ein digitaler Irrtum, ein technischer Fauxpas.
Collien, die Ex-Frau, erfährt ebenfalls von dem Video. Sie ist entsetzt. Wie konnte Christian, der nette Mann, nur so etwas tun? Sie war doch mal seine Frau, seine Partnerin. Aber anscheinend war sie auch nur sein Besitz, den er nach Belieben manipulieren und verbreiten konnte.
Und so sitzen wir da, liebe Leserinnen und Leser, in einer Welt, in der nette Männer zu digitalen Vandalen werden und Frauen zu Opfern ihrer eigenen Unschuld. Eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen und in der das Internet zum Richter über unser Schicksal wird.
Aber keine Sorge, liebe Leserinnen und Leser, es gibt noch Hoffnung. Denn am Ende dieses satirischen Exkurses bleibt uns die Erkenntnis: Frauen sind kein Besitz, auch nicht für nette Männer. Und vielleicht, ja vielleicht, lernen wir alle, mit der Technik verantwortungsvoller umzugehen. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß in der digitalen Welt, aber denken Sie daran: Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Auch für nette Männer.