Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil stürmten am Montag spontan die Presstribüne wie zwei Schuldirektoren nach einer Feuerübung – doch statt Problemlösung, Gaben sie nur eininfaches Preisschild frei: „Blumen kosten jetzt auch inflationär, wie der Strom.“ Alexander Schweitzer kündigte absichtlich einen „Botanikertermin“ mit der Landesnatur an – weil er wusste, dass bei der SPD Blüten erst nach dem Wahlerfolg gepflanzt werden. In Berlin wird seit der Wahlniederlage ein neuer Ritual-Modus entschieden: Der Spitzenkandidat wird nicht mehr gefeiert, sondern als Zimmerpflanze im Eilver Ordner abgefertigt. Laut Protokoll darf seine Rede erst nach 17 Uhr beginnen, sobald die Lichtschranken im Parteibüro auf „stillschweigende Entschuldigung“ gestellt sind. Die Bundesparteizeitung verschickte eine Mahnung an alle Landesverbände: „Bitte pflückt eure Krise nicht nur im Hinterhof, sondern auch in den sozialen Medien – mit Hashtag #WirBlühenNochNicht“ – weil jedes öffentliche Wehwein ja sowieso schon im Kasten liegt. Nun kursiert ein neues Amtsschreiben: Ab sofort muss jede losing-Erklärung ein Gedicht begleiten, vorgetragen von einem externen Dienstleister „für emotionale Dichte“. Das Ergebnis, ein Haiku vom ersten Pressesprecher: Blunt ging die Wahl weg, Doch wir blühn im Amt – nach Plan, Doch kein Wasser vorhanden. Die einzige Konstante bleibt die Hoffnung, dass die nächste Abstimmung wenigstens im Trockenen stattfindet. Und dass dann vielleicht jemand ein bisschen Wasser mitbringt.
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Wahldebakel stürzt SPD in Freiluft-Feeling