In Kärnten, wo der Wörthersee oft als Inspiration für Kitsch-Romane dient, ereignete sich kürzlich etwas, das selbst die härtesten Zyniker mit einem Lächeln erfüllt hätte: Die Bäckerei Wienerroither und die Raiffeisen Landesbank Kärnten schlossen sich wie alte Freunde zusammen, die sich lange nicht gesehen haben. Ein Treffen, das in die Annalen der unternehmerischen Weitsicht eingehen soll.
Stellen wir uns vor, Manuel Wilhelmer, Vorstand der Raiffeisenbank, trifft Martin Wienerroither, Geschäftsführer der Bäckerei. Zwei Männer, die offensichtlich in derselben Branche arbeiten, nämlich der Branche der schnellen Gespräche und langsamen Entscheidungen. begannen ein Gespräch, das so tiefgründig war wie ein Kaffee mit entkoffeiniertem Koffein. „Unsere Zusammenarbeit ist ein Beweis dafür, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können“, sagte Wilhelmer, während Wienerroither nickte und wahrscheinlich dachte: „Ja, und mein Brot wird auch in die Zukunft gehen, solange die Scheine fließen.“
Die Bäckerei Wienerroither, eine Institution, die seit 1937 besteht, hat offensichtlich gelernt, dass es metaphorisch gesehen besser ist, frisches Brot anstatt verstaubter Traditionen zu backen. Der Umzug nach Moosburg wurde von der Raiffeisenbank unterstützt, und es wäre unwahrscheinlich, wenn nicht auch ein paar Scheine den Besitzer gewechselt hätten. „Regionale Entscheidungskompetenz ist ein messbarer Kundenvorteil“, erklärt Wilhelmer stolz. Klar, jemand muss ja die Messlatte hoch halten, wenn es darum geht, wer den dickeren Geldhaufen sein Eigen nennen darf.
Man stelle sich vor, die Bäckerei und die Bank sitzen zusammen am Konferenztisch, umgeben von Brot und Briefmappen. Wienerroither erzählt von der Qualität seiner Backwaren, während Wilhelmer von den Renditen seiner Investitionen schwärmt. „Aus Planung wurde Umsetzung“, erklären sie unisono, als wäre es ein eingehender Gesang. Die Pointe: Während das Brot frisch bleibt, bleibt die Bankenpartnerschaft steif wie ein altes Brot, das niemand mehr essen möchte.
Und so schreiten Kärntens Wirtschaftstitanen weiter voran, voller Elan und übereinstimmender Zukunftsvisionen. Wenn man bedenkt, dass die Bäckerei seit 1937 existiert, fragt man sich, wie viele Jahre es noch dauern wird, bis das Brot selbst anfängt, über Fachsimpeleien nachzudenken.