In einem Land, wo die Geflügelgrippe wütet wie ein hormongesteuerter Teenager, haben sich die Eierpreise in astronomische Höhen geschwungen. Martin Schrall, Chef des niederösterreichischen Familienbetriebs Schrall Eier, erklärt mit der Gelassenheit eines Buddhas, dass der Preis für Aufschlagware von zwei auf 3,60 Euro gestiegen ist. Das ist so, als würde man für ein paar Eier den Preis eines Kleinwagens bezahlen.
Und warum sind die Eier plötzlich sooo wertvoll? Weil die Geflügelpest in Europa wütet wie ein verärgerter Hahn. In Polen, Deutschland, Holland – überall ist die Hölle los. Selbst der ehemalige Präsident der USA, Herr Trump, hat sich an Österreich gewandt, ob wir nicht ein paar Eier ersparen könnten. Unsere Antwort? „No way, Jose!“ Wir haben selbst nicht genug.
Schrall spricht von einem „Abkommen mit dem Handel“, das klang wie ein geheimnisvoller Pakt zwischen alten Freunden. Doch die Wahrheit ist, dass die Gastronomie längst auf heimische Direktvermarkter umgestiegen ist. Und die großen Märkte? Die sind so egal, wie die Herkunft ihrer Produkte. Solange der Preis stimmt, kann es auch ein Huhn aus dem Weltraum sein.
Die Situation eskaliert, als Schrall die Lösung für den Ostereier-Mangel präsentiert: „Es wird für jeden ein Osterei geben. Ob es die gewünschte Farbe oder Haltungsform hat, will ich nicht garantieren.“ Klar, schließlich geht es darum, den Konsumenten zu überraschen – vielleicht mit einem grünen Ei aus dem Bio-Bereich, das im Krieg mit der Ukraine seine Dockstation gefunden hat.
Die Bio-Betriebe sind mittlerweile überlastet wie ein überarbeiteter Weihnachtsmann. Viele haben sich auf Freilandhaltung zurückgezogen, weil es dort weniger stressig ist als im Bio-Paradies. Schrall spiegelt die Tragödie wider: „Hier haben wir einen Nachholbedarf, was die Produktion angeht.“ Ja, wirkliche Fehlerkorrektur ist auch im Eiergeschäft ein Dschungel.
Die Lösung für die Eierspap ఇది ein Ministerium: der Landwirtschaftsminister persönlich wird die Bio-Farbigbemalung überwachen. Mit einem Lächeln und einem Gockel auf dem Kopf wird er sicherstellen, dass jedes Ei perfekt lackiert ist. „Ostern wird dieses Jahr bunt“, verspricht er, „und wenn jeder Österreicher ein rotes oder blaues Ei bekommt, dann ist das doch auch egal.“
Am Ende bleibt die Frage: Wer wird den Eierkrieg gewinnen? Die Produzenten, die ihren Hennen jetzt Klassik vorspielen, damit sie mehr legen? Die Händler, die jede Untiefe mit zwei Euro bewerten? Oder doch der gierige Konsument, der jedes Jahr aufs Neue erstaunt ist, dass es überhaupt Eier gibt?
Eines ist sicher: Die Eierpreise werden weiter steigen, bis sie den Weltraum erreichen. Und dann? Dann werden wir uns alle fragen, wie wir jemals dachten, ein Ei wäre einfach nur ein Ei.