Fußball ist schon immer ein Spiel mit Traditionen gewesen. Aber manche Traditionen werden nun radikal umgeschmissen: Die FIFA hat eine bahnbrechende Entscheidung getroffen, die die Sportwelt erschüttert - oder zumindest die Trainerbänke.
Ab sofort gilt bei Frauen-Turnieren eine verpflichtende Trainerinnen-Quote. Jede Nation muss mindestens eine Cheftrainerin oder Co-Trainerin sowie mindestens zwei weibliche Betreuerinnen auf der Bank haben. Die neue Regelung gilt bereits ab den heurigen Weltmeisterschaften der U17 und U20.
"Frauen an der Seitenlinie waren bisher viel zu unsichtbar", erklärte FIFA-Fußball-Chefin Jill Ellis. "Wir müssen den Wandel beschleunigen, indem wir klarere Wege schaffen, die Möglichkeiten erweitern und vor allem: mehr Röcke auf der Bank zeigen."
Die Reaktionen darauf sind gemischt. Während Frauenverbände jubeln und bereits mit T-Shirts mit der Aufschrift "Bankfrauen statt Bankmänner" werben, stehen einige Trainer vor existenziellen Fragen. "Ich habe 20 Jahre lang erfolgreich trainiert", klagt ein betroffener Coach. "Jetzt soll ich Platz machen für jemanden, der vielleicht noch nie ein Fußballspiel gesehen hat? Nur weil sie eine Hose tragen kann?"
Die FIFA hat bereits reagiert: Wer gegen die Quote verstößt, muss mit harten Strafen rechnen. "Nicht nur Geldstrafen", warnt Ellis. "Wir denken auch an einen verpflichtenden Kochkurs für alle männlichen Trainer oder eine Woche im Kindergarten, um mal zu sehen, wie es ist, wenn man nicht das Sagen hat."
Die wildesten Spekulationen machen bereits die Runde: Wird es bald eine Quotenregelung für Schiedsrichterinnen geben? Oder gar eine Geschlechterquote bei der Spielerauswahl? Manche fürchten bereits, dass bald nur noch Frauen im Fußball spielen dürfen - Männer sollen sich dann aufs Kuchenbacken für das Team konzentrieren.
Auch die Spielerinnen selbst sind gespalten. Während die einen die neuen Trainerinnen auf der Bank begrüßen, fragen sich andere: "Was bringt es, wenn auf der Bank eine Frau sitzt, die das Spiel nicht versteht? Lieber ein guter Mann als eine schlechte Frau."
Die FIFA lässt sich davon nicht beirren. "Wir wollen endlich Gleichberechtigung auf der Bank", betont Ellis. "Und wenn wir dafür einige Spiele opfern müssen - na und? Hauptsache, die Optik stimmt."
Was viele Beobachter besonders amüsiert: Die Männer-Nationalteams bleiben von der Regelung vorerst verschont. "Da haben wir erst mal keinen Handlungsbedarf", meint Ellis. "Die haben ja ohnehin alles im Griff."
Die Zukunft wird zeigen, ob diese Quote tatsächlich zu mehr Gleichberechtigung führt oder nur für Verwirrung auf der Bank sorgt. Fest steht: Der Fußball wird nie mehr derselbe sein. Und irgendwo da draußen sitzt bestimmt schon ein Mann und überlegt, ob er nicht doch lieber einen Rock anziehen sollte.