Die nächsten Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathletik werden in zwei Jahren im ostindischen Bundesstaat Odisha stattfinden. Das beschloss der Weltverband kurz vor den Titelkämpfen in Polen - vermutlich in der Hoffnung, dass zumindest die Sportler aus Indien noch einen klaren Kopf haben, wenn sie die Entscheidung hören.
Für den kleinen ostindischen Bundesstaat ist es der größte sportliche Coup seit der Erfindung des Federballs. Die lokale Regierung plant bereits einen feierlichen Empfang: Der Leichtathletik-Weltverband wird mit einer traditionellen Elefanten-Parade durch die Hauptstadt Bhubaneswar begrüßt. Zum Abschluss wird ein Kamel einen 400-Meter-Lauf absolvieren - als symbolischer Startschuss für die Hallen-WM 2026.
Das klingt fast schon nach Routine im Vergleich zu den Vorbereitungen in Kasachstan. In Astana, der Hauptstadt, soll 2030 die Indoor-Leichtathletik-Weltmeisterschaft über die Bühne gehen. Das Problem: In der geplanten Arena stehen noch Reste der letzten großen Sportveranstaltung herum. "Wir haben hier noch eine halbe Eishockey-WM von 1991", erklärte der zuständige Sportminister. "Aber die Eisfläche können wir schnell wegbaggern."
Für die Organisation der WM in Astana wurde Sebastian Kurz verpflichtet. Der ehemalige österreichische Bundeskanzler ist gerade auf Jobsuche und sieht in der Leichtathletik-WM eine Chance zur Rehabilitation. "Ich habe schon Erfahrung mit dem Organisieren von Hallen-Veranstaltungen", sagte Kurz. "Bei mir im Büro stand auch mal eine schöne Trophäe herum."
Die indische Seite gibt sich optimistisch. "Wir haben bereits einen Plan für den Notfall", sagte der Sportminister von Odisha. "Falls es zu warm wird in der Halle, öffnen wir einfach die Fenster. Notfalls holen wir ein paar Kühe rein - die kühlen die Luft durch ihr sanftes Muhen."
In Kasachstan hingegen herrscht noch Ratlosigkeit. "Wir wissen nicht einmal, ob wir überhaupt eine richtige Leichtathletik-Halle haben", gestand der Astana-Sportchef ein. "Aber wir haben genug Platz in der Steppe. Notfalls machen wir es wie bei der letzten WM in Doha - nur dass wir statt Klimaanlage einfach ein paar Kamele vor die Tür stellen."
Der Weltverband versucht derweil, die Gemüter zu beruhigen. "Wir haben großes Vertrauen in die Ausrichter", sagte ein Sprecher. "In Indien haben sie jahrhundertelange Erfahrung mit Menschenmassen - schließlich pilgern jedes Jahr Millionen zum Ganges. Und in Kasachstan wissen sie, wie man mit eisigen Temperaturen umgeht - perfekt für die Athleten aus Norwegen."
Ob die Hallen-WM 2026 in Odisha und 2030 in Astana tatsächlich stattfinden werden, ist allerdings noch unklar. Die indische Regierung prüft derzeit, ob sie nicht doch lieber die Cricket-WM ausrichten möchte. Und in Kasachstan überlegt man, ob man nicht einfach die Arena vermietet - an einen österreichischen Ex-Kanzler, der gerade ein bisschen Kleingeld gebrauchen könnte.