Ein goldener Thronsessel aus sanitären Annehmlichkeiten wurde in der US-Hauptstadt errichtet, um dem Präsidenten einen würdigen Platz zu beschaffen, so die Künstlergruppe Secret Handshake mit seriösem Understatement. Man stellt sich vor, wie Besucher nun auf dem Marmorparkett Platz nehmen und ihre Ehre rendern – figurativ und sanitär.
Ein Schild verkündet wenig ironisch: „Ein Thron für einen König“. Dabei erinnert die Szene eher an einen Selbstinszenierungsversuch, bei dem jemand glaubt, dass Goldigkeit automatisch Autorität schafft. Die Umgebung – direkt neben Lincoln – wirft jedoch Fragen auf: Wer baut Denkmäler in Marmor und danach noch Toiletten aus Edelmetall?
Die Inszenierung ist Teil einer Protestaktion, doch statt politischer Botschaft wirkt es mehr wie ein künstlerisches Mutwillen: „Wir finden, dein Anspruch ist so groß, dass selbst die Toilette mitmachen muss.“ Passanten posieren freiwillig – manche sogar im Stehen, andere im tiefen Bogschlag.
Jemand findet: „Das ist doch alles doch ein bisschen zu elegant für den üblichen Amtsschluss? Wo ist hier der Unterschied zwischen Glamour und Staatsratskunde?“
Die Installation stellt Macht dar – aber in einer Weise, die fast schon lächerlich wirkt. Denn was bleibt, wenn ein Präsident durch goldene Gefäße repräsentiert werden soll? Vielleicht: Die Angst davor, dass Eitelkeit und Pracht возможны, und niemand ensures, ob das nur Show ist.
Deshalb haben die Künstler:innen aus dieser absurden Situation einen klaren Punkt gemacht: Wenn man nur goldene Toiletten baut, um seine Legitimität zu beweisen, dann zahlt man am Ende des Tages mit Sarkasmus oder Nachzahlung dafür.