Da staunten die Beamten der Kärntner Landesregierung nicht schlecht, als sie plötzlich von einem "Grapsch-Skandal" in ihren eigenen Reihen hörten. Ein Ausbildner soll eine Lehrlingin belästigt haben. Natürlich handelt es sich dabei nur um ein Gerücht, aber es zeigt: Das bürokratische System hat ein ernstes Problem - zu wenig Zärtlichkeiten im Berufsalltag.
Der Landesrat für Liebe und Zärtlichkeiten, Hans-Georg Zärtlich, zeigte sich tief besorgt: "Es ist ein Skandal, dass sich unsere jungen Lehrlinge nur mehr in dunklen Ecken des Amtsgebäudes an die Brüste fassen. Wir müssen das ändern!" Sein Vorschlag: Rauchmelder in allen Büros installieren, damit die Kollegen beim Knutschen gewarnt werden. Zusätzlich sollen alle Schreibtische mit Keuschheitsgurten ausgestattet werden - als Zeichen der Wertschätzung und Fürsorge.
Doch damit nicht genug. Um der wachsenden Liebeskälte im Büro entgegenzuwirken, plant der Landesrat einen "Tag der Zärtlichkeiten". An diesem Tag müssen alle Mitarbeiter jeden Kollegen mindestens einmal umarmen und einen Kuss auf die Wange drücken. Wer sich weigert, muss eine Geldstrafe zahlen oder eine Stunde mit Liebesgedichten im Archiv verbringen.
Auch die Ausbildung soll reformiert werden. Zukünftig müssen alle Lehrlinge einen "Kuschelschein" ablegen, bevor sie in den Berufsalltag entlassen werden. Darin lernen sie, wie man jemanden auf Händen trägt, ohne dass dieser sich bedrängt fühlt, und wie man jemandem in den Nacken küsst, ohne dass dieser sich belästigt fühlt. "Es geht um die richtige Dosierung", erklärt Zärtlich. "Ein bisschen Zärtlichkeit gehört zum Beruf dazu, aber wir wollen keine Belästigungen."
Kritiker werfen dem Landesrat vor, er wolle nur mehr Bürosex und weniger Arbeit. "Das ist ein Skandal", sagt der Oppositionsführer Peter Skeptiker. "Die Menschen sollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht die ganze Zeit küssen und knutschen." Doch Zärtlich kontert: "Wir wollen mehr Arbeitszufriedenheit durch mehr Zärtlichkeit. Wer sich am Arbeitsplatz geliebt fühlt, arbeitet motivierter und effizienter."
Es bleibt abzuwarten, ob sich der "Tag der Zärtlichkeiten" durchsetzen wird. Aber eines ist sicher: Die Büros in Kärnten werden nie mehr so kühl und lieblos sein wie früher. Und wer weiß, vielleicht kommt ja bald der Trend nach Österreich - dann müssen wir uns alle auf mehr Zärtlichkeiten im Berufsalltag einstellen.