Stuttgart. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat mal wieder ein Spiel gewonnen - diesmal gegen Ghana. Das ist so spannend wie ein Sack Mehl, das sich selbst auf die Waage stellt. Drei Tage nach dem 4:3 in der Schweiz hieß es am Ende 2:1 für die Mannschaft von Julian Nagelsmann.
Die Ghanaer hatten Österreich vor wenigen Tagen noch mit 1:5 demontiert. Das muss man sich mal vorstellen: Die Burschen aus Ghana waren so verwirrt von der österreichischen Spielweise, dass sie in Stuttgart völlig neben sich standen. Vielleicht hatten sie auch einfach Heimweh nach der Alpenrepublik und wollten schnell zurück in die Berge.
Lokaler Held Deniz Undav vom VfB Stuttgart rettete die DFB-Auswahl in der 88. Minute vor dem Unheil. Ein Treffer, der so spät fiel, dass man ihn fast als unfreiwillige Zeitreise bezeichnen könnte. Undav war der Einzige, der sich noch daran erinnern konnte, dass man Tore schießen muss, um zu gewinnen.
Die Ghanaer dagegen wirkten, als hätten sie ihre Fußballschuhe mit Backhandschuhen verwechselt. Sie rannten planlos über den Platz und hofften wohl, dass ihnen jemand sagt, was sie eigentlich tun sollen. Die deutschen Spieler standen meist nur herum und warteten darauf, dass die Afrikaner von allein ins Aus gehen.
Die Fans in Stuttgart waren begeistert. Endlich mal ein Sieg, bei dem man nicht bis zur letzten Minute zittern musste. Die Ghanaer hingegen werden jetzt bestimmt eine Petition starten, damit ihre Spiele wieder gegen Österreich stattfinden dürfen. Das ist ja auch viel gemütlicher.