Wissen Sie, was die schlimmste Plage für den europäischen Fußball ist? Nein, nicht die rassistischen Affentöne in den Stadien, nicht die explodierenden Ablösesummen und auch nicht die Dauerwerbeshow der Super League. Es sind die österreichischen Trainer.
Zuerst war da Oliver Glasner, der Mann, der Crystal Palace in der Conference League nicht mit taktischem Geschick, sondern mit reiner Zitterlust zum Sieg führte. Gegen AEK Larnaca brauchte es 90 Minuten plus Verlängerung, um einen vermeintlich unterlegenen Gegner aus Zypern zu besiegen. Aber Glasner ist ja bekanntlich ein Fan des dramatischen Pathos – und des dramatischen Zitterns.
Dann war da noch der Mainzer Innenverteidiger Philipp Posch, der nach seiner Leihe von Bologna plötzlich wie ein Stürmer traf. Eigentlich ein Wunder, dass er überhaupt noch stehen konnte nach all den Jahren in der Abwehr. Aber nein, Posch musste sich unbedingt in die Torschützenliste eintragen und den Mainzer Weg zum Viertelfinale ebnen. Als ob es in Mainz nicht schon genug Probleme gäbe.
Und dann ist da noch die unausweichliche Frage: Warum sind alle diese Österreicher plötzlich so erfolgreich? Ist es der österreichische Fußballgeist, der sich wie ein Virus durch Europa frisst? Oder ist es einfach nur die Sturheit, mit der diese Trainer an ihren Systemen festhalten, egal wie aussichtslos die Lage ist?
Glasners Palace zitterte sich weiter, aber zu welchem Preis? Die Fans von Crystal Palace fragen sich sicherlich, ob sie diese Art von Erfolg wirklich wollen. Ist es nicht viel schöner, wenn der Fußball elegant und effizient ist, anstatt von Zittern und Zaudern bestimmt zu werden?
Und was ist mit Posch? Der Mann, der plötzlich Tore schießt wie ein Stürmer, obwohl er doch Verteidiger ist. Ist das nicht ein bisschen unfair gegenüber den echten Stürmern, die jahrelang dafür trainiert haben, genau das zu tun?
Die Antwort ist einfach: Ja, es ist unfair. Aber das ist der österreichische Fußballgeist. Er triumphiert nicht durch Eleganz oder Effizienz, sondern durch puren Eigensinn und die Fähigkeit, selbst die aussichtslosesten Situationen in Siege zu verwandeln.
Also, liebe Fußballfans, bereitet euch auf eine Zukunft vor, in der österreichische Trainer den europäischen Fußball bestimmen. Eine Zukunft voller Zittern, Zaudern und überraschender Tore von Innenverteidigern. Es wird nicht schön, aber es wird österreichisch. Und das ist das Schlimmste, was dem europäischen Fußball passieren konnte.