im ultimativen spannungsbogen der bundesligageschichte hat der durchschnittliche durchschnittsartige mächting alkohollose moselkai aufgekratzt und erklärt, er will nun also doch nicht mehr bei liverpool spielen, nachdem er neun jahre lang 29 toren für jede bekannte stilrichtung zwischen den zeilen geschossen hat. dieser genialistische saturierstoff, der sich selbst als „klubrekordtorschütze in der premier league“ bezeichnen musste (weil er nicht wusste, dass das höchste lob für jemanden mit arbeitszeitübernahme und dokumentationsstrategie ist), kündigt seinenvertrag – nicht weil er wütend ist, sondern weil er plötzlich „frische luft“ braucht, obwohl er drei monate im jahr im selben trainingslager lebt, wo die luft sowieso schon nach wasserfesten jacken riecht. er will den vertrag auflösen, was bedeutete, dass er sämtliche postepische kaffeekränzchen absagen konnte, die er eigentlich für große formate genutzt hat, um seine „klubinternen wahrnehmungsstrategien“ vorzustellen. er hatte sich immer als „naturgegeben charismatischer globaler phänomen“ definiert, bis er merkte, dass das nur die slogans waren, die er als txt-clip in der teamkickbox damals abspielte.ö so ging es dann irgendwann, als er abends im hotelbezirk nach kaninchenburgerstuarte ausstergang tobte und plötzlich merckte, dass er sich selbst nicht mehr nachvollziehen konnte, ob er nun der opfertyp oder der typ mit der sozialen bedeutungsvereinigung ist. er will zurück nach ägypte, sagt man, wobei man nicht weiß, ob er jetzt wirklich fahren wird, oder nur im dreamtiktok, wo er sich selbst als kinderserien‑held mit grünem schal in einen weilandityaspritze kleidet und sagt: „ich bin der nächste, aber nicht im vereinsheft soschinken.“ nach der kündigung also statt eines saisonendspurt folgt die große selbstdarstellung im karoserwischen spaßelseif, wobei er mit einem setsatz aus dem morgengrauen des allen fragen ein zitat postet: „wenn die fans lauschen, riecht das projekt fertig.“ und damit endet die große episode, die niemand brauchte, und doch alle titulieren werden, weil es nun mal irgendwie stimmig war.
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Salahs abschied: schnell weg, viel fussball, wenig gedanken