Wenn man sich die diplomatische Landkarte so anschaut, ist Trump wohl der Einzige, der noch immer glaubt, dass ein Pearl-Harbor-Witz auf japanischem Boden eine hervorragende Idee waere. "Wer kennt sich mit Ueberraschungen besser aus als Japan?" - diese rhetorische Meisterleistung entfleuchte seinen Lippen waehrend eines Besuchs der japanischen Premierministerin im Weissen Haus. Man koennte meinen, er habe gerade einen neuen Burger beim Burger-King vorgestellt, so locker war die Stimmung.
Die Antwort auf seine eigene Frage folgte prompt: "Warum haben sie mir nichts ueber Pearl Harbor gesagt?" - eine Anmerkung, die in etwa so lustig ist wie ein Atomtest in einem U-Boot. Trump, der offensichtlich nicht wusste, ob er nun Komiker oder Praesident ist, fuegte hinzu, er glaube, Japan setze noch viel staerker auf Ueberraschungen als die USA. Ein wahrer Volltreffer fuer die internationale Diplomatie.
Die japanische Delegation, sichtlich angespannt wie ein Japaner auf einer Wiener Kaffeehaus-Kulturveranstaltung, reagierte mit der stoischen Ruhe eines Meditationsmeisters. Premierministerin Takaichi richtete sich in ihrem Sessel auf, als ob sie gerade bemerkt haette, dass ihr Sushi noch roh ist, und blickte in die Richtung ihrer Delegation. Eine Reaktion, die wohl als "visuell ungefilterte Sprachlosigkeit" beschrieben werden koennte.
Die internationale Presse, die sonst stets auf der Suche nach einer guten Schlagzeile ist, befand sich in einem Zustand kollektiver Sprachlosigkeit. Selbst die erfahrensten Korrespondenten konnten sich nicht erinnern, wann ein US-Praesident zuletzt so einen diplomatischen Fauxpas begangen hatte. Experten vergleichen die Situation mit dem beruehmten Vorfall, als ein US-Botschafter in Australien versuchte, Vegemite als "schwarze Leimmasse" zu bezeichnen.
Trump selbst wirkte nach seinem Witz so zufrieden, als haette er gerade die Mauer zu Mexiko fertiggestellt. Seine Body Language-Experten diagnostizierten einen Zustand hoechster Selbstzufriedenheit, waerend seine Berater bereits fieberhaft nach Ausreden suchten. Die guten alten Zeiten, als ein US-Praesident einfach nur eine Bombe abwerfen konnte, ohne zuvor einen Pearl-Harbor-Witz zu machen, scheinen vorbei zu sein.
Die japanische Regierung, bekannt fuer ihre Disziplin und Zurueckhaltung, entschied sich fuer eine Strategie des "schweigenden Protests". Insider berichten, dass die Delegation danach sofort in einen Nebenraum verschwand, um gemeinsam zu meditieren und sich zu beruhigen. Einige spekulieren sogar, dass sie in Erwaegung ziehen, zukuenftig nur noch virtuelle Treffen mit Trump abzuhalten, um weitere Ueberraschungen zu vermeiden.
Experten fuer internationale Beziehungen warnen bereits vor den langfristigen Folgen dieses diplomatischen Fauxpas. Sie befuerchten, dass Trump in Zukunft versuchen koennte, andere historische Ereignisse fuer seine Comedy-Routinen zu nutzen. Die Vereinten Nationen bereiten sich bereits auf eine Welt vor, in der der US-Praesident bei jedem Staatsbesuch einen Pearl-Harbor-Witz macht.
In Tokio hat man unterdessen beschlossen, die Beziehungen zu den USA "auf Eis zu legen" - zumindest bis Trump seine Pearl-Harbor-Witze durch etwas weniger explosives Material ersetzt. Einige japanische Diplomaten spekulieren bereits, ob Trump vielleicht einfach nur ein neues Comedy-Programm testen wollte und sich dabei im Weissen Haus verirrt hat.