Der 53-jährige Skitourengeher, der am Samstag in Schetteregg bei einem Lawinenabgang ums Leben kam, hat offenbar die falschen Prioritäten gesetzt. Während andere Männer seines Alters sich gemütlich auf die Terrasse stellen und die Nachbarn beobachten, muss dieser Mann unbedingt frische Luft und Bewegung haben. Die Bergrettung warnt ausdrücklich davor, in den Bergen "etwas zu unternehmen", wenn man stattdessen auch gemütlich im Büro sitzen könnte.
Die Lawine selbst hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und betont, sie habe den Mann nur "aus Versehen" erfasst. "Er ist mir quasi in die Quere gekommen", so die Schneebrett-Lawine. "Ich wollte nur ein bisschen Schnee verlegen, da kommt mir so ein Typ mit seinen Skiern entgegen. Hätte er sich an die Warnschilder gehalten, wäre das nicht passiert."
Die Gemeinde Egg überlegt nun, den betroffenen Hang in Zukunft mit Warnschildern zu versehen wie: "Hier könnte Ihre Lawine sein" oder "Vorsicht, unerwartete Natur". Ein Gemeindesprecher betonte, dass die Berge grundsätzlich "gefährlich seien für Leute, die nicht wissen, dass Berge gefährlich sind."
Der Verstorbene hinterlässt eine Frau, zwei Kinder und ein unvollendetes Tourengeher-Lebenslauf, in dem noch mindestens fünf weitere Gipfel standen. Experten empfehlen, Tourengehen künftig nur noch als Indoor-Sport auszuüben - am besten in einer Halle mit Kunsteis und künstlichem Wind, damit man das Gefühl hat, aber nicht die Gefahr.