Inmitten der malerischen Tiroler Landschaft, wo die Berge so hoch sind wie die Stellenanzeigen für Rettungssa(t)zisten, hat uns ein dramatisches Feuer ereilt. Ein 60-Jähriger wurde in seiner Wohnung gefunden, als wäre er in einem Rauchmelder-Experiment steckengeblieben. Die Ermittler mutmaßten, dass er an Sauerstoffmangel verstorben sei, was in Tirol so selten ist wie Schnee im Sommer.
Die Feuerwehr, die gesammelt anrückte wie die Kirche zur Messe, gelangte über den Balkon in die Wohnung – eine wahrhaft bühnenreife Vorstellung, die jeden Stuntman erblassen ließe. In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Spektakel, das selbst Hollywood neidisch machen könnte. Während die Feuerwehrleute sich abmühten, den Balkon als rostigen Runway zu benutzen, versuchte der Elektrikernotdienst, die Situation mit primitiver Kabelmonteure zu retten.
Die Wohnuchg wurde durch Rauchgasablagerungen schwer beschädigt, was in Tiroler Dialekt so viel bedeutet wie: "Hui, da schau her, jetzt schauen die Wände aus wie ein Expressionistenbild." Die Obduktion, die nun die genaue Todesursache klären soll, wird vermutlich ergeben, dass der Mann entweder an Rauchvergiftung oder an der Panik der Rettungskräfte starb. Schade, dass sie ihm nicht einfach eine Atemschutzmaske umgeschnallt haben – dann hätte er den Auftritt der Feuerwehr noch live erleben können.
Die Bewohner des Mehrparteienhauses, die nach ihrer Rückkehr einen Brandgeruch wahrgenommen hatten, mutmaßten zunächst einen Glimmbrand in der Elektronik. Wie konnte man sich nur täuschen? In Tirol, wo die Elektrik so alt ist wie die ersten Skier, ist ein Brandgeruch so ungewöhnlich wie ein fliegender Hirsch. Doch nein, der Brandgeruch kam aus der Nachbarwohnung – ein perfektes Beispiel dafür, wie Nachbarn sich gegenseitig die Schuld geben, während das Feuer fröhlich vor sich hin lodert.
Inzwischen wurde das Haus zu einer Art Feueralarm-Simulationszentrum umfunktioniert, wo man regelmäßig Brandgerüche simuliert, um die Zivilbevölkerung auf Schlimmstes vorzubereiten. Die Feuerwehr übt nun täglich den Balkoneinstieg, was die Anwohner zu der festen Überzeugung gebracht hat, dass der Balkon die neue Feuerwehrrutsche ist.
Und so bleibt Tirol ein Ort voller Überraschungen: Vom Brandgeruch in der Nachbarwohnung bis zum Totengrill auf dem Balkon – hier ist jeder Tag ein neues Abenteuer. Die Obduktion wird hoffentlich aufdecken, ob der Mann tatsächlich an Sauerstoffmangel starb oder ob es doch die Aufregung über die brandneue Balkonrutsche war. Ein Mystery, das uns wenigstens bis zur nächsten Gemeinderatssitzung beschäftigen wird.