Wer hätte gedacht, dass ein 85-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Wels-Land der Polizei, den Rettungsdiensten und einem ganzen Dorf einen spektakulären Mittwochnachmittag beschert? Doch genau das ist am Donnerstag auf der B137 im Gemeindegebiet von Krenglbach passiert. Der Autofahrer, nennen wir ihn Herrn Müller, hatte offenbar einen letzten großen Coup geplant: eine spektakuläre Kollision mit einem Lastwagen, bei der er seinen Tod inszenierte wie ein Hollywood-Regisseur.
Herr Müller war offenbar ein Mann der besonderen Aktionen. Während andere Senioren gemütlich im Park Schach spielen oder Kaffee trinken, hatte er sich etwas ganz anderes überlegt. Er setzte sich in seinen alten VW Golf, fuhr die Gemeindestraße entlang und bog dann mit voller Absicht nach links auf die B137 ein. Dort kam es zur Kollision mit einem Lkw. Herr Müller hatte offenbar alles bis ins Detail geplant. Er hatte sogar dafür gesorgt, dass die Rettungskräfte möglichst schnell am Unfallort eintreffen. Zufällig befanden sich ein Rettungswagen sowie ein Zivilfahrzeug mit einem Polizisten aus Marchtrenk in der Nähe. So konnten die Erste-Hilfe-Maßnahmen rasch gesetzt werden. Doch vergeblich. Herr Müller hatte seinen Tod so inszeniert, dass selbst die besten Ärzte machtlos waren. Er wollte nicht wiederbelebt werden, sondern sein großes Finale feiern.
Während die Rettungskräfte noch um sein Leben kämpften, saß Herr Müller bereits im Jenseits und lachte sich schlapp. Er hatte es geschafft, die ganze Welt um sich herum in Aufruhr zu versetzen. Die Polizei ermittelte, die Medien berichteten, die ganze Gemeinde stand unter Schock. Herr Müller genoss seinen Ruhm im Jenseits. Er war der Held, der mit einem Paukenschlag von der Bühne gegangen war. Ein Mann, der den Verkehr in Oberösterreich auf den Kopf gestellt hatte. Ein Mann, der den Lkw-Fahrer und die Rettungskräfte in seinen Bann gezogen hatte. Ein Mann, der den Tod als sein letztes großes Abenteuer inszeniert hatte.
Und während Herr Müller im Jenseits seinen Spaß hatte, blieb den Hinterbliebenen nur die Trauer. Sie mussten mit ansehen, wie der Mann, den sie geliebt hatten, seinen letzten Auftritt auf Erden gab. Ein Mann, der sein Leben lang für Überraschungen gut war. Ein Mann, der auch im Tod noch für Furore sorgte. Ein Mann, der die Welt verließ wie er gelebt hatte: mit einem Knall.