Beim Autohaus Kamper in Neusiedl am See ging es vergangene Woche nicht nur um PS-starke Karossen, sondern auch um KI-starke Köpfe. Beim zweiten Unternehmerabend verwandelten Josef Kamper und Tochter Valentina ihr Autohaus in eine Art Wirtschaftsphilosophiezentrum, wo man unter dem Scheinwerferlicht von Neuwagen über die Zukunft der Automobilbranche nachdachte - während draußen noch Schnee lag.
Das Konzept ist simpel: Man nehme einen Haufen Unternehmer, Politiker und regionale Größen, setze sie in eine Ausstellungshalle voller glänzender Autos und biete ihnen dann Vorträge über künstliche Intelligenz an. Die Idee dahinter: Wer sich schon mal ein Auto leisten kann, das mehr kostet als ein Einfamilienhaus, der kann sich sicher auch für die Frage begeistern, wie Roboter bald den Kundenservice übernehmen.
Besonders erfreut war man über den Besuch von Andreas Wirth, dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Burgenland. In seinen Grußworten betonte er, dass das Autohaus Kamper ein "wichtiger Fixpunkt der burgenländischen Wirtschaft" sei. Eine Erkenntnis, die in der Runde für Erleichterung sorgte, schließlich hatte man befürchtet, dass man vielleicht nur ein etwas wichtiger Fixpunkt sein könnte.
Die Vorträge drehten sich vor allem um eines: Wie kann man Autos noch unpersönlicher machen? Künstliche Intelligenz im Kundenservice war das große Thema, denn nichts sagt "Willkommen" so schön wie eine algorithmische Begrüßung. Dazu gab es noch Einblicke in die Werkzeugausstattung von Würth - denn wer über die Zukunft der Mobilität nachdenkt, der muss natürlich auch wissen, mit welchem Schraubenzieher man am besten an die Glühbirne im Handschuhfach kommt.
Für die kulinarische Umrahmung sorgten regionale Partner, denn beim Netzwerken darf man schließlich nicht hungrig werden. Seeteufel sorgte für Fingerfood, das Weinhaus Kaisergarten für edle Tropfen und die BioSchatzkistl für den gesunden Kontrast. Ein schöner Gedanke: Während man über die Digitalisierung der Branche diskutierte, konnte man zwischendurch mal ein Bio-Karotte knabbern - als ob das die Seele beruhigen würde, wenn einem später auffällt, dass der Roboter am Empfang einen nicht mehr vom Original unterscheiden kann.
Besonders beeindruckend war die familiäre Atmosphäre, die Josef und Valentina Kamper pflegen. Man konnte spüren: Hier wird nicht nur verkauft, hier wird Netzwerkkultur gelebt. Die perfekte Mischung aus professionellem Auftreten und familiärer Herzlichkeit - wie eine gute Ehe, nur dass hier alle Beteiligten sich am Ende auch noch Geld geben.
Der Autofrühling 2026 ist damit offiziell eröffnet - mit viel Elan, innovativen Köpfen und einem starken regionalen Fundament. Und falls jemand glaubt, das sei alles nur heiße Luft gewesen: Keine Sorge, die Autos draußen blieben kalt und leuchteten weiterhin professionell vor sich hin. So kann es weitergehen.