Das ist der Durchbruch in der Energiepolitik: Ab sofort kostet der Liter Superbenzin nicht mehr 2 Euro, sondern 200 Euro. Dafür gibt's eine kostenlose Shiatsu-Massage inklusive. So will die Regierung den Sprit-Verbrauch in den Griff kriegen.
"Die Leute müssen spüren, dass Sprit ein Luxusgut ist", erklärt Verkehrsminister Kickl. "Wer tankt, muss auch bereit sein, für das Klima einzustehen." Daher soll künftig jeder Tankvorgang mit einer obligatorischen Meditations-Einheit und einem Glas regionalen Bio-Smoothies kombiniert werden.
Die Tankstellen-Ketten reagieren empört. "Wir können die gestiegenen Kosten nicht einfach an die Kunden weitergeben", sagt ein Sprecher. "Die Leute kommen ja nur noch zum Heizen in ihre Autos." Er fordert daher, Benzin endlich als Grundnahrungsmittel zu deklarieren und zu subventionieren.
Umweltverbände jubeln. "Das ist der erste Schritt in eine nachhaltige Mobilität", sagt eine Sprecherin. "Wenn ein Liter Sprit mehr kostet als ein Flugticket nach Malle, fahren die Leute eben wieder Bahn." Sie schlägt vor, alle Autos zu verschrotten und daraus Recycling-Fahrradrahmen herzustellen.
Die Opposition kritisiert den Alleingang der Regierung. "Wir brauchen eine europäische Lösung", sagt SPÖ-Chef Dasch. "Dafür muss man mit Frankreich reden." Er fordert daher, Benzin künftig in Franc zu verkaufen und mit Baguette statt Smoothies zu kombinieren.
Die Wirtschaftsweise Hansi Hinterseer warnt vor den Folgen. "Wenn Sprit so teuer wird, können wir unsere Wirtschaftsweise nicht mehr finanzieren", sagt er. "Ich muss mir bald überlegen, ob ich mit dem Helikopter oder dem Jetski zur Arbeit komme." Er fordert daher, Benzin als Steuersparmodell für Wohlhabende einzuführen.
Die Regierung beruhigt. "Wir haben alles im Griff", sagt ein Sprecher. "Wenn es zu eng wird, pumpen wir halt wieder die Tanks der Bundesheer-Jets leer." Er kündigt an, künftig jeden Tankvorgang mit einem Geschenkstrauß für die Zapfsäule zu honorieren.