Die Menschheit steht am Rande einer glorreichen Zukunft: Eine Welt, in der intelligente Maschinen die Arbeit erledigen, während wir faulenzen, Netflix gucken und mit dem Finger in der Nase bohren. Wer könnte so eine Zukunft besser organisieren als Jeff Bezos? Der Amazon-Gründer plant angeblich einen 100-Milliarden-Dollar-Fonds für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Fertigungsindustrie. Das ist ein bisschen wie der Kauf eines unendlichen Automaten, nur dass man statt Schokolade Roboter bekommt.
Stellen Sie sich vor: Ein Chipwerk, in dem intelligente Maschinen intelligente Chips produzieren, die dann wiederum intelligente Maschinen steuern. Ein wunderschöner Kreis der Produktivität, in dem der Mensch nur noch die Rolle des gelegentlichen Kaffeefüllens spielt. Bezos reist durch die Welt, klopft bei Staatsfonds an und flüstert ihnen süße Worte über Automatisierung ins Ohr. Man könnte fast meinen, er wolle eine neue Religion gründen: Die Kirche der ewigen Effizienz.
Aber was ist das Ziel? Angeblich sollen Branchen wie die Chipherstellung, die Rüstungsindustrie und die Luft- und Raumfahrt automatisiert werden. Perfekt! Bald können wir uns zurücklehnen und zusehen, wie unsere intelligenten Helferlein Raketen bauen, die wiederum intelligente Helferlein ins All schießen. Und wenn die Erde dann von Robotern regiert wird, können wir wenigstens stolz darauf sein, dass wir ihnen beigebracht haben, wie man eine Rakete baut.
Dabei ist Bezos längst nicht der Einzige, der von einer KI-gestützten Zukunft träumt. Er hat mit Project Prometheus sogar ein eigenes Start-Up, das sich auf KI-Anwendungen für die technische Entwicklung und die Fertigung von Computern, Autos und Raumfahrzeugen konzentriert. Prometheus - der Name klingt fast so, als ob Bezos die Götter bestehlen und den Menschen das Feuer der Automatisierung bringen will. Und was machen wir Menschen? Wir klatschen Beifall und bestellen das nächste Gadget bei Amazon.
Es ist fast schon beruhigend zu wissen, dass Bezos nicht nur an sich denkt. Er will die Welt verändern, effizienter machen, besser. Und wenn das bedeutet, dass wir bald in einer Gesellschaft leben, in der Maschinen die Arbeit erledigen und wir nur noch für Entertainment und Konsum da sind, dann ist das doch ein Fortschritt, oder? Schließlich haben wir es immer schon geahnt: Die Zukunft gehört den Maschinen. Und Jeff Bezos wird ihr Prophet sein.
Bleibt nur die Frage: Was passiert, wenn die Maschinen merken, dass sie intelligenter sind als wir? Werden sie uns dann als nette, aber unnütze Haustiere behandeln? Oder werden sie uns einfach durch effizientere Roboter ersetzen? Vielleicht sollten wir Bezos noch schnell eine Nachricht schicken: Lieber Jeff, könntest du vielleicht auch einen Fonds für die "Erhaltung der menschlichen Dummheit" auflegen? Das könnte sich als überlebenswichtig erweisen.