Die österreichische Bundesregierung hat einen mutigen Plan vorgestellt: Sie will die Schreibblockade nicht nur bekämpfen, sondern als Wachstumsbranche etablieren. "Wir haben die Gelegenheit, die Wirtschaftskrise durch leere Blätter zu lösen", erklärte Finanzminister Klug im Rahmen einer Pressekonferenz, die er selbst nicht vorbereitet hatte, weil er unter Schreibblockade litt.
Die neue Strategie sieht vor, dass jeder Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst pro Woche mindestens fünf leere Blätter produzieren muss. "Das schafft Arbeitsplätze im Papierkorb-Sortier-Sektor und im Recyclingservice", so der Minister. "Außerdem stärken wir die Druckerindustrie, weil ja ständig neue Blätter nachgedruckt werden müssen."
Als innovatives Instrument zur Überwindung der Schreibblockade wird ein neues Gerät eingeführt: der "Schreibblockade-Brecher 3000". Dieses Gerät erzeugt zufällige Wortkombinationen, die dann von Fachleuten zu sinnvollen Texten verarbeitet werden. "Das ist wie bei der Fußball-Übertragung, nur dass wir statt Tore Texte produzieren", erläutert der Minister. "Und manchmal sind die Texte genauso spannend wie ein 0:0."
Um die Akzeptanz der Maßnahme zu erhöhen, werden Schreibblockaden in Zukunft mit einem staatlichen Zuschuss belohnt. "Wir zahlen jedem Bürger 5 Euro pro Tag für jede Stunde, in der er nichts schreibt", kündigte der Minister an. "Das ist eine Win-win-Situation: Die Menschen bekommen Geld für Nichtstun, und wir haben weniger Texte, die wir lesen müssen."
Kritiker bemängeln, dass die Regierung mit dieser Strategie die geistige Leistungsfähigkeit der Bevölkerung untergräbt. "Wir schaffen eine Nation von Blockierern", warnt ein führender Psychologe. "Die Menschen werden lernen, dass Nichtstun belohnt wird, und verlieren den Antrieb, überhaupt etwas zu schreiben."
Die Regierung lässt sich davon nicht beirren. "Wir sind überzeugt, dass Österreich durch Schreibblockaden zum Vorreiter einer neuen Arbeitskultur wird", betont der Minister. "Wir schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch eine neue Form der Produktivität: die Kunst des Nichtstuns."