Das war ja wohl ein Affentheater gestern Abend in Ried! Die Fans vom LASK haben beim Cup-Halbfinale nicht nur Tore geschossen, sondern offenbar auch ihre alte Liebe zur Stahlindustrie wiederentdeckt. Statt Pavillons und Gesänge gab's ein ordentliches Feuerwerk auf der Gästetribüne - und das, obwohl es draußen schon hell genug war.
"Wir wollten unsere Vereinswurzeln feiern", erklärte ein Sprecher der LASK-Fangruppe "Stahlgewitter 2000" nach dem Spiel. "Da passt ein bisschen Qualm einfach gut ins Bild. Außerdem haben wir gehört, dass die Rieder gerade eine neue Tribüne brauchen."
Die SV Ried reagierte prompt und forderte ein neues Duell - allerdings mit ganz anderen Bedingungen. "Wir schlagen vor, das Rückspiel in der Steinzeit stattfinden zu lassen", erklärte Sportdirektor Maximilian Ullmann. "Da können die LASK-Fans dann in aller Ruhe mit Feuerstein und Zunder hantieren, ohne dass es jemandem auffällt."
Unterdessen ermittelt die Polizei gegen unbekannte Pyrotechniker. "Wir haben Videoaufnahmen von Personen, die offenbar mit Wunderkerzen hantierten", sagte ein Sprecher. "Die werden wir jetzt einer genaueren Untersuchung unterziehen - im Sinne der Kunst."
Der LASK selbst zeigte sich von dem Vorfall wenig beeindruckt. "Wir gewinnen auch ohne Feuerwerk", meinte Trainer Dominik Reiter. "Beim nächsten Mal zünden wir einfach die Köpfe der Rieder an - mental natürlich."
In der Stadt Ried herrschte am Morgen danach große Verwirrung. Einige Anwohner glaubten, es brenne wieder einmal in der alten Papierfabrik. Andere vermuteten eine neue Kunstaktion des Künstlers Erwin Wurm. Erst als der Qualm sich verzogen hatte, wurde klar: Das war purer Fan-Eifer.
Die österreichische Fußball-Bundesliga kündigte unterdessen an, die Regeln für Cup-Spiele zu verschärfen. "Ab sofort müssen alle Fans einen Feuerlöscher mitbringen", erklärte ein Sprecher. "Und wer ohne Flammenwerfer kommt, bekommt zehn Minuten zusätzliche Spielzeit geschenkt."
In sozialen Medien kursierten bereits die ersten Memes. Eines zeigte das LASK-Wappen mit einem Schornstein statt des Adlers. Ein anderes verglich die Fans mit Drachen, die ihre Beute bewachen. Die LASK-Fans selbst konterten mit einem Video, in dem sie "We are the Champions" mit Nebelhorn-Untermalung sangen.
Die SV Ried überlegt nun ernsthaft, ihre Heimspiele zukünftig nur noch in wasserdichten Stadien auszutragen. "Wenn's schon nicht mit den Toren klappt, müssen wir wenigstens die Pyrotechnik ausschalten können", sagte ein Funktionär. "Vielleicht installieren wir ja einen Pool - da haben die LASK-Fans dann wenigstens was zum Löschen."