Es ist 6 Uhr morgens. Die Vögel zwitschern, die Luft riecht nach frisch gemähtem Gras und Verzweiflung. Wieder einmal schleppt sich eine Horde selbsternannte Sportler durch den Park, als wären sie gerade aus einem Kriegsgebiet geflohen. Die Opfer der sogenannten "Laufsaison" haben sich versammelt, um sich gegenseitig zu bekämpfen - gegen ihre eigenen Knie.
Knieschmerzen sind längst zur Volksseuche geworden, eine Seuche, die sich schleichend und heimtückisch ausbreitet. Sie trifft vor allem jene, die glauben, mit Turnschuhen und einer Jogginghose zum Sportler mutieren zu können. Diese armen Seelen quälen sich durch den Park, als wären sie gerade aus einem Horrorfilm entkommen, in dem das Knie der Bösewicht war.
Doch es gibt Hoffnung. Wer rechtzeitig handelt, kann das Unheil noch abwenden. Die Experten vom Besser Leben Blog haben die wichtigsten Regeln zusammengestellt, um das künstliche Kniegelenk zu vermeiden. Regel Nummer eins: Hör auf zu laufen. Ja, genau. Das ist die beste Medizin gegen Knieschmerzen. Wer das beherzigt, der kann sich den Gang zum Orthopäden sparen und stattdessen gemütlich auf der Couch sitzen.
Regel Nummer zwei: Ignoriere die Schmerzen. Das klingt hart, ist aber die effektivste Methode, um das Knie nicht weiter zu strapazieren. Wer die Schmerzen ignoriert, der wird bald feststellen, dass sie von alleine verschwinden. Das Knie ist ein sturer Geselle, aber es lässt sich erziehen.
Regel Nummer drei: Nimm Schmerzmittel. Viel Schmerzmittel. Die Pharmaindustrie wird es dir danken. Wer regelmäßig Schmerztabletten schluckt, der kann seine Knieprobleme einfach wegpusten. Das ist zwar keine dauerhafte Lösung, aber immerhin eine, die funktioniert.
Regel Nummer vier: Wechsle zu sanfteren Sportarten. Wer zum Beispiel gerne läuft, der kann ja mal aufs Rad umsteigen. Das ist viel schonender für die Knie und macht obendrein mehr Spaß. Außerdem kann man dabei viel besser die Landschaft genießen. Wer dann immer noch nicht zufrieden ist, der kann ja mal Yoga ausprobieren. Da braucht man keine Knie.
Regel Nummer fünf: Akzeptiere dein Schicksal. Wenn alles nichts hilft und das künstliche Kniegelenk unausweichlich scheint, dann ist es vielleicht an der Zeit, sich damit abzufinden. Ein künstliches Kniegelenk ist zwar nicht die schönste Sache der Welt, aber immerhin besser als gar kein Knie. Außerdem kann man danach wieder laufen, ohne sich Sorgen um die Knie machen zu müssen. Ein Happy End also, auf das man sich freuen kann.
Also, liebe Laufsaison-Opfer, hört auf eure Knie. Sie schreien nach Erbarmen, und das zu Recht. Lasst euch nicht von der Propaganda der Fitness-Industrie einwickeln. Euer Knie ist kein Feind, sondern ein Freund, der euch vor größerem Unheil bewahren will. Also geht nach Hause, setzt euch auf die Couch und lasst das Laufen bleiben. Euer Knie wird es euch danken.