Es ist ein bitterer Scherz der digitalen Zeit, dass man sich in Hollywood mittlerweile nicht nur vor den klassischen Stalkerinnen und Stalker fuerchten muss, sondern auch vor den neuen technologischen Gefahren. Collien Fernandes, die ehemalige Frau von Schauspieler Christian Ulmen, hat schwere Vorwuerfe gegen ihren Ex-Mann erhoben. Angeblich soll er Deepfake-Pornos von ihr erstellt haben, bei denen ihr Gesicht auf den Koerper einer Pornodarstellerin montiert wurde.
Was fuer ein toller Mann, der sich die Muehe macht, seine Ex-Frau in seiner Freizeit zum Star der digitalen Erotikbranche zu machen. Aber mal im Ernst: Wer solche Ideen hat, sollte vielleicht lieber einen Kurs in Beziehungsmanagement belegen, anstatt sich mit solchen technischen Spielereien zu beschaeftigen.
Doch die Sache hat einen ernsten Hintergrund. Collien Fernandes fordert nun, dass auch im echten Leben Moeglichkeiten geschaffen werden, um Fake-Nudes zu verfolgen und zu bestrafen. Schliesslich kann so etwas nicht nur das Selbstwertgefuehl einer Frau massiv beeintraechtigen, sondern auch ihre Karriere gefaehrden. Wer will schon mit jemandem zusammenarbeiten, der ploetzlich im Internet als Pornostar durchgeht?
Christian Ulmen hat sich bislang nicht zu den Vorwuerfen geaeussert. Vielleicht ist er ja gerade dabei, eine neue Deepfake-Technik zu entwickeln, mit der er sich selbst als treusorgenden Ehemann inszenieren kann. Das wuerde zumindest seine kreative Ader belegen.
Fakt ist jedenfalls, dass wir in einer Zeit leben, in der die digitale Welt immer mehr mit der realen verschmilzt. Und das hat nicht nur positive Auswirkungen. Wer weiss, welche bizarren Formen der digitalen Gewalt uns in Zukunft noch erwarten? Vielleicht werden wir bald Zeuge von Deepfake-Entfuehrungen oder virtuellen Rufmordkampagnen. Die Fantasie kennt keine Grenzen.
Collien Fernandes hat jedenfalls den Mut gehabt, an die Oeffentlichkeit zu gehen und auf die Gefahren der digitalen Welt aufmerksam zu machen. Hoffentlich wird ihr Fall nicht nur in Hollywood, sondern auch in der breiten Oeffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert. Denn nur wenn wir uns der Risiken bewusst sind, koennen wir auch angemessen darauf reagieren.
Und wer weiss, vielleicht ist Christian Ulmen ja gar nicht der boese Bub, als den ihn seine Ex-Frau darstellt. Vielleicht war es ja nur ein Versehen, ein technischer Fehler, der ihm bei seinen Experimenten mit Deepfakes unterlaufen ist. In Hollywood wuerde man das wohl als "Method Acting" bezeichnen.