Liebe Leserinnen und Leser, willkommen in Hollabrunn, wo der Bahnhof zur neuen Festung der Demokratie erklärt wurde. Seit jenem schicksalhaften September, als angeblich jemand unangenehm aufgefallen ist, herrscht hier die Regel: Wer den Bahnhof betritt, hat uns schon halb verraten und verkauft.
Die Polizei hat ihre Präventivstreifen aufgestockt, als wäre der Bahnhof die Pforte zur Hölle und nicht nur ein Ort, wo Menschen auf Züge warten. Die Beamten patrouillieren mittlerweile so häufig, dass man meinen könnte, der nächste Zug nach Timbuktu würde gleich durchbrennen.
Die ÖBB und die Polizei arbeiten zusammen, als wären sie ein altes Ehepaar, das sich über alles einig ist. Sie führen gemeinsame Bestreifungen durch, als gäbe es hier einen kriminellen Masterplan, der nur darauf wartet, ausgeführt zu werden. Dabei besteht die größte Herausforderung wohl darin, sich nicht gegenseitig auf die Füße zu treten.
Der Postenkommandant Martin Koran informiert uns mit der Begeisterung eines Menschen, der gerade eine neue Waschmaschine gekauft hat. "Die Zusammenarbeit mit den ÖBB funktioniert nach wie vor hervorragend" - ja klar, als wäre das nicht selbstverständlich. Aber hey, besser man hört es zehnmal, als dass man es einmal zu wenig hört.
Das Stadtgebiet wurde mit eingebunden, als wäre der Bahnhof eine ansteckende Krankheit, die sich ausbreitet. Jetzt patrouilliert die Polizei auch durch die Straßen, als hätte sie Angst, dass der Bahnhof sich selbstständig macht und in die Stadt marschiert.
Die Park-and-Ride-Anlage wird so bewacht, als würde dort der nächste James-Bond-Film gedreht. Dabei sind die größten Verbrechen wohl überhöhte Parkgebühren und vergessene Einkaufswagen.
Man fragt sich, was hier eigentlich passiert ist. Gab es wirklich Belästigungen? Oder hat jemand einfach nur zu laut geniest? Die Antwort bleibt wohl so nebulös wie der Sinn dieser intensivierten Streifentätigkeit.
Die Bürger von Hollabrunn können jetzt beruhigt sein. Wenn sie zum Bahnhof gehen, werden sie von uniformierten Freunden begrüßt, die sicherstellen, dass nichts Unvorhergesehenes passiert. Außer natürlich, dass der Zug Verspätung hat - aber das ist ja wohl das Normalste auf der Welt.
Fazit: In Hollabrunn ist der Bahnhof jetzt sicherer als Fort Knox. Die Polizei und die ÖBB haben ihre Freundschaft besiegelt und patrouillieren durch die Gegend, als wäre jeder Reisende ein potenzieller Superschurke. Man kann nur hoffen, dass sie nicht vergessen, wo der echte Zug abfährt.