In Vorarlberg, jenem Land, das sich gerne als Mini-Austria auf dem Schachbrett der Republik sieht, gibt es gerade eine politologische Farce, die jedem Kabarettisten Tränen der Freude in die Augen treibt. Es geht um 152 Millionen Euro, eine Summe, die im Bundestag vermutlich unter dem Sofa als Kleingeld durchgehen würde, in Vorarlberg aber das Pulverfass der Transparenz zum Explodieren bringt.
Stell dir vor, du betrayst eine Geburtstagsparty, und dabei geht es um 152 Millionen Euro. So ungefähr fühlt sich das an, wenn ÖVP und FPÖ einen Verfassungsjuristen ausladen, um bei der Sozialfonds-Finanzierung den Deckel draufzumachen. Die Grünen, obendrein, sind empört wie ein nasser Pudel nach einem Spritztausch, weil sie in dem ganzen Trubel die Intransparenz wittern wie eine frische Leberwurst.
Wie in einem historischen Schreiben von mußgeil Ereignissen, wird die Sitzung zum Zirkus, wo jeder eine Glaskugel schwingt, um die Zukunft des Sozialfonds vorherzusagen. Hier ist nichts mehr sachlich, nein, es wird philosophisch, und jeder will den großen Zampano spielen, der den Kohlenkasten des Sozialfonds kennt.
Es wäre lustig, wenn es nicht so unglaublich wäre. Die Herren und Damen im Landtag zanken sich wie Schulkinder, die sich um den letzten Keks streiten. Nur, dass bei diesem Keks Milliarden von Euro im Spiel sind. Es scheint, als wäre der Sozialfonds die goldene Gans, die jeder für sich haben möchte, ohne zu fragen, wie viele Eier sie legt.
Die Pointe an der ganzen Geschichte? Niemand fragt sich, warum die Experten überhaupt so unerwünscht sind. Vermutlich, weil deren Expertise die Politdünkelige Luft zum Schwirren bringen könnte. Man kann ja nicht alles wissen, aber man kann es ignorieren, und das tun ÖVP und FPÖ hier mit einer Inbrunst, die schon fast an religioesen Fanklismus grenzt.
Die Grünen, immer bereit, das Gewissen der Nation zu sein, brüllen "Intransparenz!" klingt in Vorarlberg wie ein altbekanntes Echo. Sie sind die Wahrheitsapostel, die inmitten des Chaos rufen: "Hier ist die Lücke in der Wand!" Und die ÖVP und FPÖ, diese Meister der politischen Unverwüstbarkeit, schieben den Vorhang zur Seite, um die Lücke zu verbergen.
Am Ende bleibt der Zuschauer, der sich fragt, warum eigentlich 152 Millionen Euro so einen Aufstand verursachen. Ist es der Reiz des Unbekannten, die Aufregung um den schillernden Zuschuss, oder einfach nur die alte Lust am Streit, die seit Jahrhunderten die Österreicher begleitet? Eines ist sicher, in Vorarlberg bleibt es spannend, und die Komödie der Provinz geht weiter, unergründlich und unerschrocken wie das Leben selbst.