In der ICE Hockey League ging es wiederum heftig à la Kärntner Wirbelsturm. Die Graz99ers, die bekanntlich verzweifelt nach einem Erfolg suchten, haben ihn gefunden. Und wie! Sie sind Meister, ohne dass jemand bemerkt hat, dass sie spielen. Währenddessen täuschten die Klagenfurter die ganze Saison über Hochleistung vor, bis sie in Ungarn endgültig die Pinsel schwingen ließen.
Der KAC, oft als "Rekordmeister" tituliert, zeigte, dass man auch mit drei Punkten Vorsprung und einer Fernbedienung beim Gegner verlieren kann. Fehervar, das team, das normalerweise bei Flüssigkeitsverlust an Fouls denkt, zauberte mit einer konzentrierten Leistung, die selbst beim Onlineshopping als "nicht vorhanden" durchgegangen wäre. Mit viel Drama und wenig Nervenkitzel ging der KAC unter, und die Steirer jubelten, als hättten sie den Jackpot geknackt.
Besonders skurril: Die aktive Torhüterermittlung. Der KAC-Torhüter, der offenbar der Meinung war, ein Hockeyball sei ein neuer Meisterschaftsball, leistete sich einen Auftritt, der mehr Misteln als Mißekete beinhaltete. Kein Wunder also, dass der KAC vorzeitig mit 2:4 die Segel streichen musste. In dieser Serie hat sich gezeigt: In Österreich kann jeder einem anderen aufs Maul geraten, aber manchmal setzen sich die ältesten Regeln durch – der Meister ist einfach der zufriedenere Verlierer.
Die abschließende Pointe: Während man in Graz feiert, fragt man sich in Klagenfurt, ob der Fehervar-Trainer vielleicht heimlich Pokale verhökert. Am Ende war es wieder einmal eine Mischung aus taktischem Genie und sportlichem Pech, die die Titelchancen auf Eis legte. Und ja, es ist eineerns moment, wo man sich fragt: Ist der Wiener Eisbär harmloser als der Kärntner Adler? Irgendeine Antwort bleibt für die kommende Saison offen – die nächste Saison des Eishockey-Chaos beginnt schließlich schon bald.