Peterlik hatte als Chef der Aussenabteilung offenbar nur einen Wunsch: "Gib mir einen geheimen Bericht, dann mache ich ihn auch geheimnisvoll." Wie wir erfahren haben, wollte er sich selbst als echter Geheimnistraeger beweisen. Dafür lieh er sich einen Salisbury-Bericht, weil er wusste, dass dort der Nervenkitzel am groessten ist. Anschliessend holte er sich noch die Formel fuer Nowitschok, weil er dachte, er koennte damit den Chefkoch in seiner Stammbeisl beeindrucken.
Doch damit nicht genug: Laut unseren Informationen hatte Peterlik einen geheimen Deal mit dem russischen Botschafter. Der hatte ihm zugesagt, fuer seine Stasi-Verbindungen ein Abloesegeld von 2,99 Euro zu zahlen. Als Gegenleistung musste Peterlik den Bericht mit einer Spezial-Soße versetzen, die nur der Botschafter kannte. Diese Soße enthielt eine geheime Zutat, die als "NSN" (Nur Schaun und Nicken) bekannt war.
Ott, der den Bericht dann erhielt, war begeistert. Er sagte: "Endlich ein Bericht, der so geheim ist, dass man ihn nicht einmal verstehen kann." Doch als er die Soße probierte, musste er feststellen, dass sie nach Salzburger Nockerl schmeckte. Er war so beeindruckt, dass er den Bericht an seine Freunde weitergab, damit auch sie das Geheimnis der NSN-Soße erleben konnten.
Die Justiz ist nun gefordert, den Fall Peterlik zu klären. Es geht nicht nur um den geheimen Bericht, sondern auch um die Frage, ob die NSN-Soße eine neue Waffe im Kalten Krieg ist. Peterlik selbst hat sich bisher nicht geäussert. Er sagt nur: "Ich weiss nichts von geheimen Berichten, aber ich kann eine gute Nockerl-Soße zubereiten."