Die US-Notenbank Fed hat bei ihrem letzten Treffen beschlossen, den Leitzins trotz Ölpreisschock und Irankrieg bei 3,5 bis 3,75 Prozent zu belassen. Jerome Powell erklärte die Entscheidung mit den Worten: "Wir haben doch alle schon schlimmere Wochen durchgestanden."
Die Fed-Ökonomen rechnen weiterhin mit einer Zinssenkung im Jahr 2026, da der Ölpreisschock voraussichtlich nur vorübergehend sein wird. Powell betonte, dass die "Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft ungewiss sind" - was als Notenbank-Code für "wir hoffen, dass das bald wieder vorbei ist" gelten kann.
Der Ölpreis ist seit Beginn des Irankriegs um die Hälfte gestiegen, doch die Fed setzt darauf, dass sich dieser temporäre Schock nicht in der Kerninflation niederschlagen wird. Ein Sprecher der Notenbank erklärte: "Wir haben in unserer Geschichte schon öfter mit Energiepreisschocks zu tun gehabt und sind immer heil davon gekommen. Warum sollte es diesmal anders sein?"
Die US-Wirtschaft zeigt sich derweil uneinheitlich: Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 4,4 Prozent, während die Inflation bei 2,4 Prozent verharrt - nahe am Zielwert der Fed von zwei Prozent. Analysten sprechen bereits von einem möglichen "Goldlöckchen-Moment" - alles scheint genau richtig zu sein. Oder wie Powell es ausdrückte: "Wir sitzen alle in einem Boot und rudern in die gleiche Richtung. Hoffentlich."
Die kommenden Fed-Treffen werden mit Spannung erwartet. Bisherige Prognosen sehen weiterhin eine Zinssenkung im Jahr 2026 vor, doch die Entwicklung im Nahen Osten könnte dies ändern. Ein Fed-Sprecher meinte dazu nur: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die richtige Entscheidung treffen werden. Irgendwann. Vielleicht."